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 Denken und Sehen

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Kemijoki
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BeitragThema: Denken und Sehen   So März 02, 2008 10:21 pm

„Wir denken zu viel und sehen zu wenig“

Der Spruch stand in der ersten Einheit der "Didgeridoo" Vorlesung auf der Tafel. Ich weiß leider nicht, von wem er ist!

Aber ich finde, der Spruch stimmt total! Wenn ich mal "bedenke" wieviel ich über bestimmte Dinge nachdenke und mich im Kreise drehe... Da vergesse ich einfach oft das Drumherum, was ich schade finde. Denn, wenn ich an meinen Garten denke, der einem Park gleicht und ich die Schönheit der Bäume und Pflanzen nicht sehe, weil ich soviel nachdenke, dann wird mir ganz anders. Nachdenken kann ich noch so oft, aber wer weiß, wie lange die Natur noch in diesem Zustand ist. Es wird von Jahr zu Jahr ärger mit der Umwelt, wer weiß, wie lange noch die Blumen blühn und die Bäume wachsen!
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BeitragThema: Re: Denken und Sehen   So März 02, 2008 10:27 pm

Nun ja, aber durch's Nachdenken bist du ja schließlich zu dem Schluss gekommen, dass wir mehr sehen sollten.
Ich denke, das eine muss mit dem anderen verbunden werden bzw. harmonieren.
Es sollte keines von beiden überwiegen. Wie auf einer Waage, sollten "Sehen" und "Denken" ausgeglichen sein.

Allerdings hätte meine persönliche Waage, drei Arme:
- Sehen
- Denken
- Fühlen
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Kemijoki
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BeitragThema: Re: Denken und Sehen   So März 02, 2008 10:32 pm

Da hast du auf alle Fälle Recht! Aber wenn man sich über "sinnlose" Dinge Gedanken macht? Wenn man sich Stunden den Schädl zermattern wegen einer "Mücke", die man aber selbst zum "Elefanten" macht?

Natürlich gibt es auch Dinge, denen man mehr Gedanken schenken sollte. Aber ist es nicht auch so, dass wir uns wirklich über sinnloses Zeug unendlich viele Gedanken machen?
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BeitragThema: Re: Denken und Sehen   So März 02, 2008 10:45 pm

Natürlich machen wir uns auch über scheinbar sinnlose Dinge Gedanken.
Aber es muss einen Grund geben, warum wir so sehr darüber nachdenken.
Vielleicht, weil es uns im Unterbewusstsein doch mehr beschäftigt, als wir wahrhaben wollen.
Ich weiß es nicht.

Ich habe für mich sowieso beschlossen, dass es sowas wie eine (unheilbare) "Denk-Krankheit" geben muss und dass ich anscheinend davon betroffen bin - und zwar gewaltig.

Vielleicht machen wir uns über sinnlose Dinge Gedanken, weil andere Menschen es nicht tun.
Damit die Welt im Gleichgewicht bleibt. Auch wenn das bedeutet, dass auf uns dadurch die größere Last ruht.
Ich glaube nämlich, dass es auf der Welt auch sowas wie ein seelisches Gleichgewicht gibt, allerdings ist das nicht gleichmäßig verteilt, sondern auf wenige Menschen. Dadurch müssen diese wenigen Menschen auch mehr "seelische Last" tragen.

Ich hoffe, ihr versteht, was ich meine. Wink
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Kemijoki
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BeitragThema: Re: Denken und Sehen   Mi März 05, 2008 11:29 am

*gg* Ich versteh schon was du meinst, ja.
Ich sehe die ganze Situation doch etwas anders. Hab schon bemerkt, dass du gerne viel und über alle möglichen Dinge nachdenkst. Was ich grundsätzlich auch sehr gut finde. Ich denke auch viel, aber bei weitem nicht so viel wie du Wink

Ich muss aber ehrlich sagen, seit diesem Spruch denke ich nicht mehr über Menschen nach, die einen nur enttäuschen oder wehtun. Dadurch gehts mir auch besser und ich widme mich anderen Dingen. Zum Beispiel gehe ich mit offenen Augen durch die Welt, vor allem sehe ich mir die Natur viel genauer an. Und überhaupt noch genauer, seitdem ich "Die Prophezeiungen von Celestine" gelesen hab Wink

Mich hat der Spruch einfach inspiriert, unwichtige Dinge unwichtig sein zu lassen. Weil wenn icb über solche Dinge viel nachgedacht habe, habe ich mich nur selbst runtergezogen und mir ging es schlecht. Ich hab wirklich aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Seit ich mich diesen Dingen nicht mehr widme, gehts mir einfach besser. Ich hab Zeit für wichtigere Dinge Smile

Jeder muss für sich entscheiden, wieviel Gedanken er Dingen bzw. auch welchen Dingen er die Gedanken schenkt.
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BeitragThema: Re: Denken und Sehen   Do März 06, 2008 11:01 am

Diesen Spruch habe ich auch schon einmal gesehen. Mein ehemaliger Philolehrer hat ihn uns an die Tafel geschrieben, bevor wir unser Abi gemacht haben. Er meinte dazu, schaut ihn euch an, merkt ihn euch und versucht ihn in euch anklingen zu lassen. Das viel bei sechs kleinen Möchtegern Philosophen natürlich nicht so leicht, aber er hat uns die ganzen zwei Stunden verboten darüber zu reden ^^. Doch dieser Satz geht mir wirklich nicht mehr aus dem Kopf, denn er ist zu einem meiner wichtigsten Grundsätze geworden. Natürlich ist das Denken wichtig, doch denken wir wirklich so viel (wie Kemi ja schon gesagt hat) dass wir viele Dinge, die uns meistens zu banal erscheinen, nicht mehr sehen und wahrnehmen und das finde ich schade. Ich gebe zu, ich denke auch viel und manchmal auch wirklich viel zu viel, aber es gibt Situationen in denen tut es unheimlich gut, wenn ich die Dinge die ich vor mir habe nicht durchdenke, sondern sie einfach sehe und sie für sich sprechen lasse. Ich habe einfach festgestellt wie viele wunderbare Momente und Begegnungen mir entgehen würden wenn ich das nicht täte. Deswegen ist die Kunst (in Form von gestalterischer Kunst, also Gemälde, Skulpturen, Film und Fotografie) für mich ja auch so wichtig, denn durch sie bringt man die Menschen zumindest für einen ganz kurzen Augenblick wieder zum sehen. Sie sehen in dem Moment zwar nur ein Abbild meiner gesehenen Wirklichkeit, doch ist es besser als "blind" zu sein. Und wenn man sich dann anschließend Gedanken über das gesehene macht, so ist es wieder in einem Gleichgewicht, doch ist es leider so dass die meisten Menschen denkend, mit einer Erwartungshaltung an alles was sie betrachten herantreten und damit gar nicht zum sehen kommen.
An dieser Stelle möchte ich direkt noch herausarbeiten, dass es für mich einen Unterschied gibt, zwischen sehen und betrachten. Betrachten ist für mich dieses oberflächliche, den Blick auf etwas legende am Rande des Wahrnehmens von Dingen, während sehen tiefer geht. Sehen bedeutet dass etwas von unserem Gegenüber mit uns in Einklang gerät, das wir es wirklich wahrnehmen ohne es im ersten Moment zu hinterfragen. Sehen ist für mich eine Art des Erkennens und zwar eines tiefen, elementaren Erkennen.
So ich hoffe es ist verständlich und nicht all zu wirr. Wenn doch tut es mir leid aber ich bin erst vor 10 Minuten aufgestanden ^^
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BeitragThema: Re: Denken und Sehen   Do März 06, 2008 11:11 am

Es macht überaus Sinn was du geschrieben hast! Ich bin ganz deiner Meinung. Sehen und betrachten ist absolut nicht das gleiche. Sehen ist viel mehr, es geht tief in die Seele hinein, es brennt sich auch ins Gedächtnis hinein.
Um an dein Beispiel der bildlichen Kunst anzuschließen: Viele Werke habe ich nur betrachtet, aber seit geraumer Zeit sehe ich die Kunst intensiv. Die Werke, die ich im letzten Jahr gesehen habe, an sie alle kann ich mich noch erinnern. Auch deren Farbe und Aufteilung. Ich hab das alles sozusagen mit meinen Augen fotografiert und sehe es immer wieder durch mein inneres Auge.
Auch als ich die Gemälde gesehen habe, ich hab nichts dabei gedacht! Weder ob sie mir gefallen oder nicht. Ich hab mir nur ihre Beschaffenheit, Farben und Aufteilung angesehen. Und ich habe wirklich viel mehr darin gesehen. Denn wenn man Werke nur betrachtet, dann gehen soviele Details verloren bzw. fallen sie gar nicht erst auf. Das finde ich schade. Denn die Künstler geben sich immer viel Mühe mit Details und wenn dann "oberflächliche" Menschen kommen und die Details nicht sehen ... Dann geht auch der Künstler irgendwie darin "verloren"...Denn eigentlich sind in manchen Werken gerade die Details das Ausschlaggebende.

Dieser Spruch ist auch mein Leitsatz geworden und ich bin froh, dass ich mit diesem Spruch in Berührung gekommen bin.
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