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 Daydreams

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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Dez 30, 2008 10:35 pm

Hey!
Danke für das liebe Feedback! Es freut mich wahnsinnig dass euch dieses Kapitel so gut gefällt! Ich hab auch wirklich viel Arbeit reingesteckt Smile Und eure lieben Worte muntern mich da natürlich gleich noch mehr auf und spornen an. Darum hab ich mich auch gleich wieder hingesetzt und weiter gemacht Smile

@ Kemijoki: Hoffe der nächste Teil trifft deine Erwartungen Smile

@ TessandNick: Na dann besieh dir mal diesen Teil Wink

@ BavarianGirl: Es steht nirgends geschrieben dass sie Keith anruft... *verschwiegen grins* Und wer ihr bester Freund ist, wird ebenfalls erwähnt. Noch dazu sollte ich wohl sagen dass der kursive Teil ein Rückblick ist... an vergangene Tage Smile
Freu mich, werd später gleich nachschaun ob ich schon dran bin! Danke dass du dich mitgefreut hast, meine Freude war nicht minder weniger Wink

So, nun möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen und lasse euch endlich den neuen Teil lesen..


Kapitel 18
Ein Herbstblatt löst sich und segelt langsam zu Boden. "Maami, hast du das gesehen?", fragt Maja voller Begeisterung und strahlt mich an. "Jape, hab ich.", antworte ich und beobachte meine Kleine.
Sie läuft vor mir herum, lacht und saust auch gleich in die nächste Richtung. "Mami, siehst du die vielen Blätter?", ruft sie mir zu und jagt durch das am Boden liegende Laub.
Traurigkeit übermannt mich und Tränen schießen mir in die Augen. Eine Hand legt sich auf meine trotzig hochgezogene Schulter. Dann eine bekannte Stimme an meinem Ohr. "Dauert nicht lang und du kannst wieder mit ihr herumlaufen."
Ich nicke. Doch wirklich glauben kann ich ihm nicht. So gern ich es auch täte, es geht nicht. Etwas in mir blockiert. (Du wirst nie wieder richtig Laufen können! Glaub ihm nicht, du bist ein Krüppel!)
Das erdrückende Gefühl in meiner Brust wird immer schlimmer. Keiths Hand drückt meine Schulter erneut. "Willst du nach Hause?", fragt er und geht um den Rollstuhl herum. Wieder schüttle ich den Kopf. "Sie sieht so glücklich aus...", formen sich meine Gedanken zu Worten und begeben sich aus meinem Mund. Er nickt. "Spiel mit ihr, ja Keith?", bitte ich ihn und sehe ihn flüchtig an. Sein Körper hebt sich, kurz fällt sein Schatten auf mich und entfernt sich. Ich höre nur Maja's Begeisterungsausruf und drehe mich weg.
Meine Augen suchen das Abbild meines Sohnes, doch ich kann ihn nirgends entdecken. Suchend streift mein Blick umher. Schließlich nehme ich meine Hände, welche bis jetzt gefalten in meinem Schoß lagen, und lege sie auf die Griffe der Räder. Langsam, aber mit immer größer werdendem Druck drehe ich die Räder und bewege den Rollstuhl, mit mir darin, vorwärts. Meine Augen suchen weiterhin nach der Shiloutte meines Kindes. Ich traue mich nicht seinen Namen zu rufen, denn wenn er wüsste dass ich nach ihm suche würde er sich verstecken.
Aus einem mir noch verborgenem Grund meidet er mich. Und das seit ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde.

Der Rollstuhl bewegt sich vorwärts. Vor mir erstrecken sich einige Bäume, doch nirgends ist auch nur die Andeutung zu erkennen, dass Sam sich dahinter aufhalten könnte. Wieder löst sich ein Blatt und segelt in kreisförmigen Bahnen zu Boden. Ich will aufstehen, mich bücken und danach greifen, doch wieder mal wird mir schmerzhaft bewusst dass das momentan nicht möglich ist. Resigniert sehe ich wie das Blatt sich im Wind nochmals dreht, eine kleine Aufwärtssteigung macht und dann lautlos auf dem Boden landet.
(Wie viel Zeit wird vergehen bis ich auch diese Katastrophe überlebt habe?), frage ich mich. Die Tränen, wlche ich verdrängt hatte, sammeln sich erneut und drohen überzuquellen.
"Ach Sam..", flüstere ich mit erstickter Stimme und spüre einen Stich im Herzen. (Ich könnte alle Katastrophen dieser Welt überleben, wenn du nur an meiner Seite wärst..), denke ich traurig und senke den Blick auf meine Oberschenkel.
(Was habe ich nur verbrochen dass du nicht mehr mit mir sprichst? Habe ich etwas gesagt, dass dich so sehr verletzt hat? Und wenn ja - was?)

Und als wolle mir jemand bei der Suche nach Sam helfen, höre ich das Bellen eines kleinen Hundes. Ich drehe den Kopf nach rechts und sehe ein Wollknäuel aufgeregt vor einem Jungen herumspringen. Eine graue Sweatshirtjacke, die blaue Jeans und der rote Schal, dass alles leuchtet mir entgegen.
Lächelnd beobachte ich meinen Sohn, wie er versucht den Welpen abzuwehren. Immer wieder schiebt er ihn mit dem Fuß von sich weg. Doch der Hund springt ihm bloß am Bein hoch und lässt sich nicht abwimmeln. Sam sieht vom Boden auf und erblickt mich. Für ein paar Sekunden begegnen sich unsere Blicke und ich kann erkennen das er zusammenzuckt. Schnell sieht er weg und hockt sich neben das kleine Tier. Überglücklich lässt dieses sich ins Gras fallen und von dem Jungen streicheln. Japsend bewegt er sich unter Sam's Hand. Ein leichtes Grinsen bildet sich auf seinem Mund.
Ich beobachte ihn eine Weile und er läuft mit dem Hund durch den Park. Maja und Keith haben das Spielen beendet und sitzen auf einer Bank. Meine Tochter sitzt auf Keith's Schoß. Ich drehe den Rollstuhl um und schiebe ihn zu den Beiden.

"Willst du nach Hause?", fragt Keith mich erneut und sieht mir dabei direkt in die Augen. Ich nicke und sehe weg. Seine Blicke tun weh. Sein Mitleid, der stille Vorwarf warum das passieren musste, ich will das alles nicht mehr sehen. Und ich kann es auch nicht.
Energisch drehe ich die Räder des Rollstuhls und überlasse es Keith, die Kinder einzusammeln. Auch wenn das als ihre Mutter eigentlich meine Aufgabe wäre...

Fortsetzung folgt...
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BeitragThema: Re: Daydreams   Mi Dez 31, 2008 11:00 am

Hey,

oh Mann, das ist echt traurig! Sad

Was ist bloß los mit Sam?! *das schnell wissen will* ;-)

Du beschreibst das so gefühlvoll! Daumen Hoch

Am besten gefallen mir die fallenden Herbstblätter!!Herz

lg Nina
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BeitragThema: Re: Daydreams   Mi Dez 31, 2008 11:38 am

Ich rätsle auch gerade, was mit Sam los sein könnt. Hoffe, dass sich Mutter und Sohn bald wieder näher kommen.

Kann TessandNick nur zustimmen, du schreibst so gefühlvoll, das ist echt traumhaft. Am besten gefallen mir auch die Beschreibungen der Herbstblätter!

Bitte schnell weiter posten Smile
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BeitragThema: Re: Daydreams   Mi Dez 31, 2008 6:29 pm

So, jetzt melde ich mich hier auch zu Wort.

Du weißt ja, wie toll ich deine Geschichte finde. Du beschreibst alles so gefühlvoll, dass ich die selben Gefühle in mir finde.

Was Sam angeht: Kann es sein, dass er nicht damit klar kommt, dass seine Mum im Rollstuhl sitzt? Vielleicht hat er Angst ihr weh zu tun oder so. Das wäre für mich jedenfalls eine logische Erklärung für sein Verhalten.

Maja finde ich wie immer richtig süß. Ich finde es schön, dass Maja keine Probleme damit hat, dass Mary im Rollstuhl sitzt. Genauso finde ich Keith einfach klasse! Er kommt mir zwar etwas zu vorsorglich rüber, aber das ist auch einfach nur süß!

Also ich freue mich auf deinen nächsten Teil Smile

Bin gespannt, ob ihr bester Freund auch bald wieder auftaucht.

Mach weiter so!
Nadja
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BeitragThema: Re: Daydreams   Sa Jan 10, 2009 1:21 am

Hey ihr! Entschuldigt dass es so lange gedauert hat, aber ich war zwischenzeitlich wieder im Internat. Doch ich hab mir gedacht - wenn ihr schon so lange warten müsst dann bemüh ich mich wenigstens um euch gleich heute noch etwas reinstellen zu können. Und siehe da - der nächste Teil ist fertig Very Happy

Danke für euer liebes Feedback! Es gibt mir immer wieder neuen Mut weiterzuschreiben und auch wenn mir mal nichts einfallen will - es spornt an dass einem doch etwas einfällt.. Smile

So, aber länger will ich euch nicht auf die Folter spannen - hier der neue Teil.


Kapitel 19
Ich stehe vor der Tür zum Wohnhaus und blicke die Straße entlang. Keith kommt mit Maja und Sam an jeweils einer Hand daher. Ein Lächeln huscht über mein Gesicht. (Er wird sicher mal ein toller Dad…), denke ich und höre Maja lachen. Wahrscheinlich hat er wieder einen seiner Witze erzählt.
Bei mir angekommen lässt Keith die Hände meiner Kinder los und kommt zu mir. „Bereit?“, fragt er und lächelt mich aufmunternd an. Zumindest versucht er es. Doch so richtig gelingen will es ihm nicht. Er legt seinen rechten Arm unter meine Beine und die andere hinter meinen Rücken, nachdem ich mich nach vorne gebeugt habe.
Er hebt mich aus dem Rollstuhl und öffnet die Tür. Sam und Maja schlüpfen unter mir durch und laufen die Stiegen hoch. Keith geht, mit mir auf dem Arm, ihnen nach. Oft habe ich daran gedacht mal von einem Mann die Stufen hoch getragen zu werden. Aber doch nicht so! Am liebsten würde ich streiken, Keith bitten mich runterzulassen und selbst gehen, doch momentan kann ich ohne Hilfe gar nichts machen. Im zweiten Stock bleibt mein bester Freund kurz stehen um mal tief durchzuatmen. „Mary…“, beginnt er und sieht mir in die Augen. „So gern ich für dich da bin, aber ich muss mit Anfang nächster Woche wieder arbeiten..“, sagt er und wartet auf meine Reaktion. „Ich weiß.“, antworte ich nur und wende meinen Blick ab. „Zieh zu mir.“, gibt Keith nun von sich.
(Was? Zu ihm ziehen?), jagt es mir erschrocken durch den Kopf während er weiter mit mir die Treppe hochsteigt.

In meiner Wohnung angekommen setzt er mich auf der Couch ab. „Bin gleich wieder da.“, gibt er kurz Bescheid und geht nochmals hinunter um den Rollstuhl hoch zu tragen.
(Zu Keith ziehen? Aber wieso? Ich meine… ja, es wäre nicht schlecht, denn da wir keinen Lift haben brauche ich immer jemanden der mich hoch trägt. Keith hingegen wohnt im Erdgeschoß im Haus seiner Schwester zur Miete. Das wäre natürlich eine Umstellung, aber auf jeden Fall wäre es besser. Doch was wäre mit Sam und Maja? Was würden die Beiden dazu sagen?)
Doch nicht nur Sorgen um die Reaktion meiner Kinder jagen in meinem Kopf herum. Auch Sorgen darüber wie Keith das „Zieh zu mir.“, gemeint haben könnte mischen sich darunter. (Wir sind nur Freunde! Doch… sieht er das auch so?)
Während ich so vor mich hin überlege sowie pro und contra abwäge, kommt Keith schwer atmend die Treppe herauf und in die Wohnung. Er zieht sich die Jacke aus und stellt den Rollstuhl in eine Ecke im Flur. Dann läst er sich neben mir auf die Couch fallen und streckt erstmal alle Viere von sich. Hörbar tief atmet er ein und aus und versucht seinen Atem zu beruhigen. „Ich sollte wieder mehr Sport treiben.“, meint er und sieht mich an. (Tja… das funktioniert aber nicht mit mir als Klotz am Bein..), denke ich und erwidere seinen Blick.
„Alles okay?“, fährt er fort. „Ja.“, antworte ich viel zu schnell und blicke mich dann in der Wohnung um. Sam und Maja sind im Kinderzimmer.
„Ich habe mir überlegt… ich meine.. du weißt dass ich nichts mehr hasse, als auf deiner Tasche zu liegen. Nicht wegen dir, aber ich bin es gewohnt selbstständig zu sein. Und nun bin ich auf dich angewiesen. Ohne dich wäre das alles….“, ich stocke. Tränen sammeln sich in meinen Augen. Ziemlich leise, so als hätte ich gerade meine Stimme verloren, fahre ich fort „.. es wäre nichts möglich.“
Keith legt seinen Arm um mich und will mich an sich ziehen. Doch ich wehre mich dagegen und rede weiter. „Nein, Keith hör mir bitte zu. Ich bin dir dankbar. Dankbar dafür, dass du in dieser Zeit an meiner Seite bist. Dass ich dich einen guten Freund nennen darf. Doch ich möchte dich bitten mich jetzt zu verstehen. Dein Angebot zu dir zu ziehen schmeichelt mir, doch ich kenne dich und mich. Ich würde dir erst recht wieder auf der Tasche liegen. Und genau das möchte ich nicht mehr. Ich will mein Leben wieder selbst in die Hand nehmen. Schon zu lange habe ich mich gehen lassen.“
Er sieht mich an während ich rede und streicht mir mit der Hand über den Rücken. „Mary..“, beginnt er und sucht meinen Blick. „Du könntest mir nie auf der Tasche liegen. Ich weiß dass du nichts weniger ausstehen kannst als von jemandem abhängig zu sein. Du bist, warst und wirst nie eine Belastung für mich sein. Ich… ich..“
Doch weiter kommt er nicht. Plötzlich stockt er. Mir scheint als habe sich die Farbe seiner Augen verändert. Spiegelt sich darin etwa..? Ist es..? Kann das sein? Aber wieso? Ich…
Völlig verwirrt und mit der Situation überfordert sind meine Augen an die Seinen gefesselt. Nur am Rande bekomme ich mit das sein Kopf Meinem immer näher kommt. „Keith ich..“
Doch mehr bringe ich nicht heraus. Unsere Lippen berühren sich und schon spüre ich eine seiner Hände auf meinem Bauch und die andere an meiner Wange.

Das Telefon klingelt. Doch Keith macht keine Anstalten aufzustehen. Und ich kann nicht. Wieder ertönt ein Klingeln, doch Keith ist gerade damit beschäftigt meinen Bauch abzutasten. Wie versteinert sitze ich da und kann mich nicht bewegen. Leidenschaftlich küsst er mich. Doch ich kann dieses Gefühl nicht erwidern. Nicht jetzt.
Mittlerweile ertönt das vierte Klingeln und gleich darauf geht der Anrufbeantworter an. Sam’s Stimme ertönt „Hey, du bist auf dem Telefonantworter von Mary, Maja und Sam gelandet. Wir sind nicht da, bitte hinterlasse eine Nachricht. Mama ruft dann zurück. BIEP“
Eine einzelne Träne läuft über meine Wange. (Ich kann nicht mehr…)
Keith merkt nun dass ich nicht bei der Sache bin und lässt mich los. Er öffnet die Augen, welche er währenddessen er mich geküsst hat geschlossen hatte, und sieht mich an.
Das Schweigen, welches nach Sam’s Ansprache entstanden ist wird nun unterbrochen. „Hey Mary! Scheint als würden wir uns ständig verpassen. Meine Mutter hat mir eben gesagt dass du eine Nachricht für mich hinterlassen hast. Also… ich bin wieder in der Stadt. Vielleicht.. könnten wir uns sehen? Ich möchte mit dir reden. Über den Auftritt in der Kirche. Ich muss ständig daran denken. Bitte melde dich wenn du das abgehört hast, ja? Ich möchte dich wirklich sehen. Bis bald, hoffentlich, Chris.“
Ein Klicken ertönt und ich höre das Chris aufgelegt hat. Endlich erwache ich aus der Starre und merke das der einzelnen Träne mehr gefolgt sind. Mein Gesicht fühlt sich nass an. Hilfe suchend lege ich die Hand vors Gesicht und stütze die Ellbogen auf den Oberschenkeln ab.
Jeden Moment erwarte ich Keiths Arme, welche mich umfassen, mir Halt geben.
Doch stattdessen sinkt die Couch etwas ein. Ich sehe hoch. Keith ist aufgestanden und wirft sich die Jacke über.
Mit einem letzten Blick zu mir öffnet er die Tür und geht.

Fortsetzung folgt...
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TessandNick
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BeitragThema: Re: Daydreams   Sa Jan 10, 2009 9:49 am

Hey :-)

awww, man, da ist ja was los Smile Der arme Keith! Ich bin gespannt, wie es weitergeht!
Du hast alles wieder total gut beschrieben! Weiter so!

lg Nina
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BeitragThema: Re: Daydreams   So Jan 11, 2009 8:37 pm

@ TessandNick bzw. Nina Wink: Danke, ich bemüh mich so weiterzumachen Wink Bin schon gespannt was du dann zu diesem Teil sagst wenn für dich im letzten schon so viel los war! Dann will ich dich mal nicht länger auf die Folter spannen, viel Spaß beim Lesen!

Ach ja und an alle die mitlesen: Bin während der Woche wieder im Internat also kommt frühestens am Wochenende wieder was neues von mir! Danke für euer liebes Feedback immer!


Kapitel 20
Weitere Tränen folgen den ersten. „Was ist hier eigentlich los?“, frage ich mich und ziehe meine Beine etwas näher an mich.
Das plötzliche Zufallen der Tür durch einen Windstoß erschreckt mich. Ich setze mich auf und blicke auf den Couchtisch.
(Wo ist mein Handy?)
Meine Augen wandern suchend durch den Raum. (Ich habs doch auf den Tisch gelegt!?)
Doch da auf dem Tisch, wo ich es vermutete, liegt es nicht. Frustriert sinkt mein Kopf zurück und stößt mit einem dumpfen Klang an die Wand. „Es ist noch in der Tasche..“, erkläre ich mir selbst und sehe in die Richtung. „Klasse. Und diese hängt am Rollstuhl. Und der steht im Flur.“
(Bis in den Flur sind es gerade mal ca. 10 Schritte. Das müsste ich doch hinkriegen.), denke ich und ziehe mich an den Rand der Couch. Kräftig stemme ich mich von der Couch ab und stelle mich vorsichtig auf die Füße. Mich am nächsten Regal festhaltend ziehe ich mit der freien linken Hand erst den linken Fuß nach vorne und dann den rechten. Wackelig stehe ich nun auf den Beinen und weiß nicht wirklich wohin ich das Gewicht verlagern soll.
„Ich schaffe das.“, rede ich mir immer wieder laut ein während ich das Gewicht vom einen Fuß auf den anderen verlagere um das gerade nicht belastete Bein vorzuziehen.
Doch plötzlich gibt mein Körper nach und sinkt in sich zusammen. „Nein!“, fluche ich laut und etwas panisch. Ich kann mir nicht helfen, meine Beine sind eingeknickt.
Ich schließe die Augen und alles was ich noch fühle ist der Aufprall. Mein Gesicht knallt auf den Boden und ich atme hektisch ein und aus. „Verdammt.“, kommt es nur aus meinem Mund, obwohl mir gerade mehr danach wäre das gesamte Wohnhaus zusammen zu schreien.
Schmerzen jagen durch meinen Körper, stauen sich an bestimmten Stellen an und fühlen sich an wie Minen die in meinem Körper saßen und nur darauf gewartet haben ausgelöst zu werden.
Besonders mein rechtes Bein schmerzt. Scharf ziehe ich die Luft zwischen den Zähnen ein. Mein Brustkorb hebt und senkt sich weiterhin hektisch. Ich sehe an mir hinunter. Das rechte Bein liegt seltsam verdreht zwischen Couchtisch und Couch selbst. Neue Tränen laufen über meine Wangen ohne dass es Absicht war jetzt zu weinen.
Plötzlich höre ich kleine Füße über den Boden trampeln. „Mami, Mami, ist alles okay?“, fragt meine kleine Tochter mit ängstlicher Stimme. (Oh nein! Maja und Sam sollen mich nicht so sehen!), denke ich und ziehe das nächst beste Buch an mich heran. Zum Glück sitze ich mit dem Rücken zu ihr und muss sie so nicht ansehen. Ich hebe bloß das Buch hoch und beiße mir dabei kräftig auf die Zähne. Jede auch nur kleine Bewegung bereitet mir neue Schmerzen. Maja scheint auf etwas zu warten, denn sie bewegt sich nicht weg. Also nehme ich all meine Kraft zusammen, jage mir selbst die Fingernägel in den Oberschenkel und sage mit gedämpfter Stimme „Alles okay Maus! Ich lese nur. Geh wieder spielen, ja?“
Das „ja“ klingt schon sehr gepresst und ich bin kurz davor wirklich loszuschreien. Dass pochende Schmerz in meinem Bein wird immer stärker und in mir macht sich das Verlangen breit hier und auf der Stelle zu sterben. Doch nirgends wäre etwas womit ich den Zustand des Atmens ändern könnte. (Ich verbiete mich solche Gedanken Mary! Hast du sie noch alle? Egal wie scheiße es dir geht, denk an deine Kinder! Du kannst sie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen! Was bist du denn für eine Mutter?)
Während mich weiter Selbstvorwürfe quälen geht Maja zurück zum Kinderzimmer. Ich drehe mich nun um und sehe ihr nach. Im Türrahmen des Kinderzimmer’s steht Sam. Maja windet sich an ihm vorbei und verschwindet im Inneren des Zimmers.
Doch anstatt sich umzudrehen starrt Sam mich an und rührt sich keinen Zentimeter von der Stelle. In seinem Blick liegt Angst. Grenzenlose Angst. Doch ich kann nicht deuten ob vor mir oder vor der Situation. Dann kommt plötzlich Bewegung in den Körper des Jungen, er läuft ins Wohnzimmer.
Jetzt kommt zum Pochen des Schmerzes in meinem Bein auch noch das sich intensivierende Klopfen meines Herzens dazu. (Läuft er etwa zu mir? Kommt er weil er erkennt was los ist?)
Viele solcher oder ähnlicher Gedanken jagen mir durch den Kopf.
Doch anstatt zu mir zu Laufen, flitzt mein Sohn an mir vorbei. Weitere Tränen bahnen sich den Weg über mein ohnehin schon nasses Gesicht. Die Situation ist so frustrierend dass es mir den Atem abschnürt. Und als würden plötzlich alle Schmerzen ausgelöscht, scheint nur noch einer zu existieren.
Ein stechender Schmerz, direkt in meinem Herzen. Und er wird immer stärker. Beinahe schon ohnmächtig vor Schmerzen und Angst nehme ich eine leichte Berührung an der Schulter wahr. Ich blicke auf und sehe Sam, welcher nun hinter mir steht und mir mein Handy hinhält.
Auf dem Display leuchtet Keith’s Name. Seufzend nehme ich das Handy entgegen und schon dreht Sam sich wieder um. So schnell wie er gekommen ist, ist er auch schon wieder weg. „Ich kann Keith nicht anrufen..“, sage ich leise und ziehe mich zurück zur Couch. „Nicht jetzt…“

Das Bein schmerzt höllisch. Doch irgendwie freue ich mich darüber. Besser ein schmerzendes Bein als es gar nicht zu fühlen. Und so beiße ich die Zähne zusammen und stemme mich am Couchtisch hoch. Doch dadurch dass ich vorhin abgerutscht und hingefallen bin ist der Couchtisch weiter von der Couch weggerutscht. Somit kann ich mich nicht hochziehen. Und langsam geht mir auch die Kraft aus.
Vor Anstrengung habe ich einen trockenen Mund bekommen und gewohnheitsmäßig befeuchte ich mit der Zunge etwas die Lippen.
Ein metallischer Geschmack breitet sich im Mund aus. (Oh Mann..), denke ich und sinke wieder zu Boden. Meine Ellbogen schmerzen, noch vom Aufprall, und auch meine Arme wollen nicht mehr.
Suchend tastet meine rechte Hand übers Gesicht. Als ich das nächste Mal die Hand vors Gesicht nehme sind die Fingerspitzen voll mit Blut.
„Scheiße.“, entkommt es meinem Mund. (Gut dass die Kleinen wieder im Zimmer sind...), denke ich und lasse meinen Kopf erschöpft auf die Couch zurück sinken.
Ich schließe die Augen und dämmere langsam in den Schlaf.
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BeitragThema: Re: Daydreams   Mo Jan 12, 2009 10:57 am

Hallo, Süße!

Du hast manchmal keine Ideen? Also wenn das so ist, bin ich gespannt auf welche Idee ich dich gestern gebracht habe Very Happy Ich kenne mich..das kann, meiner Meinung nach, nichts gutes bedeuten :S

Also zu den Kapiteln:

Kapitel 19
JAA! Sie haben sich geküsst! Mir tut aber Mary so leid und dann musste Chris anrufen! Ich sagte dir ja, dass der Teil bis zum Anruf mir gefällt und dann gar nicht mehr. Der arme Keith! Ich hoffe das wird noch was zwischen ihnen. Immerhin bin ich Keith & Mary-Shipper!

Kapitel 20
Was denkt sich Mary nur dabei! Sie sitzt im Rollstuhl und steht dann auf. Ich kann mir vorstellen, dass Maja schreckliche Angst hatte und Sam bestimmt auch. Warum hat sie Keith nicht angerufen. Er wäre sofort gekommen, auch wenn er verletzt ist! Und sie blutet! Ich hoffe es geht ihr gut!

Also das bedeutet, dass ich Freitag ein Kapitel von dir erwarte! Den ich bin schon gespannt, auf was für eine Idee ich dich gebracht habe. Ich hoffe mal, dass Keith zurückkommt und sie zusammen kommen und das Mary wieder gehen kann und das Sam wieder mit Mary redet!

Die Gefühle in beiden Kapiteln hast du gut rübergebracht. Einfach fantastischt! Respekt

Bussi, cowgirl_mebsi
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TessandNick
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Jan 13, 2009 3:16 pm

Hey :-)

ich finde Marys Verhalten echt unverantwortlich. Durch ihre Sturheit Keith nicht anrufen zu wollen, bringt sie sich selbst in Gefahr!
Na ja, bin gespannt wie es weitergeht! Der Teil ist echt toll, auch wenn ich Marys Verhalten nicht gut finde! Very Happy Wink

lg Nina
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BeitragThema: Re: Daydreams   Fr Jan 16, 2009 9:46 pm

@ cowgirl_mebsi: Tja, hier kommt der erste Teil der Idee auf die du mich gebracht hast Wink Danke nochmal dafür! (hug) Und ich kann stolz sagen dass ich noch nie so produktiv war wie diese Woche... Very Happy
Und hier ist dein "gefordertes" Kapitel Smile Viel Spaß beim Lesen!

@TessandNick: Danke für die lieben Worte Nina *Augen roll* Auch Frauen machen mal Fehler okay? Nein schwerz - nicht böse gemeint! Bin gespannt was du zu diesem Teil sagst!


Kapitel 21:
“Mama! Maaaamaaa…“, höre ich Sam’s Stimme nach mir rufen. Doch so sehr ich es auch versuche, ich kann die Augen nicht öffnen. „Ich kann dich nicht sehen! Wo bist du?“, frage ich und leichte Panik ergreift mich. (Wo ist er?)
„Hier!“, antwortet Sam und lacht.
Da! Plötzlich ist mir als würde ein Nebelschleier, welcher sich gerade noch vor mir befand, an mir vorüberziehen und die Sicht freigeben. Endlich erblicke ich meinen Sohn. Er steht ca. 1 Meter vor mir und winkt. Wieder ertönt sein Lachen. „Kommst du?“
„Ja gleich.“, antworte ich und sehe mich um. Rund um mich sind Wiesen. Und da, rechts unter mir ist ein Wald. Ich schaue weiter, doch dann halte ich inne. Moment mal, unter mir? Verschreckt blicke ich zurück. Und wirklich! Dort drüben, unter mir befindet sich ein Wald. Aber wieso ist der Wald dort unten und ich hier oben? Ein plötzlich auftauchendes Geräusch hinter mir lässt mich herumfahren. Es klingt als würde etwas durch die Luft zischen, als würde jemand etwas mit atemberaubender Geschwindigkeit durch die Luft wirbeln. Und da sehe ich es. Kleine, weiße, mit Federn bedeckte Flügel, welche sich hinter Sam’s Körper hin und her bewegen. Und nun entdecke ich auch an meinem Rücken welche. Doch meine sind größer als die meines Sohnes.
„Bist du dann fertig mit schauen und staunen?“, fragt er und grinst mich an. Verdattert blicke ich ihm ins Gesicht. Und nicke. Aber auch nur um gleich darauf zu sehen wie er mir winkt und wegfliegt. „Hey, warte doch auf mich!“, rufe ich und versuche meinerseits meine Flügel zu bewegen. Doch wie sagt man seinen Flügeln dass sie starten sollen?
Mit einer Geschwindigkeit, die noch nie von einem von Menschenhand erbauten Fahrzeug erreicht wurde, bewegt er sich vorwärts.
Und schon ist er weg. „Sam?“, rufe ich fragend in die Weite der Ebene. „Saam?“


Mein Kopf liegt immer noch auf der Couch als ich erwache. Und auch die Schmerzen im rechten Bein sind noch da. Mein Gesicht zieht an jeder Stelle, an der noch vor einer Weile die Tropfen meiner Tränen entlang geronnen waren. Ich hebe den Kopf und streiche mit mir den Händen über das Gesicht. (Wie lange ich wohl weg war?), frage ich mich, werde jedoch vom Vibrationsalarm meines Handy’s geweckt. Auf dem Display blinkt der Name meiner Schwester. „Dakota“. Einmal tief ein und ausatme, dann hebe ich ab.
„Hey Schwesterchen!“, werde ich sofort gut gelaunt vom anderen Ende der Leitung begrüßt. „Hey.“, erwidere ich eher matt die Begrüßung. „Na, du klingst aber nicht sehr fit. Was ist los?“, fragt sie mich sofort überfürsorglich.
Eigentlich sollte ich sie anlügen. Ihr sagen dass es mir fantastisch geht, die Kinder einfach toll sind und erzählen was sie schon so alles neu können. Doch ein Gefühl der Hilflosigkeit übermannt mich. Und dieses Gefühl scheint im Moment übermächtig zu sein und Besitz meines Körpers, meines Denkens und meines Handelns zu ergreifen.
„Um ehrlich zu sein, mir geht es mies.“, höre ich mich sagen. (Was machst du da? Beiß dir auf die Zunge, leg auf – egal was! Aber sag ihr nicht was hier los ist!), denke und mahne ich mich selbst. Doch als wäre der Geister eines ungezogenen Kindes in mich gefahren, wieder sage ich etwas anderes als ich eigentlich will. „Dakota, ich brauche Hilfe. Ich sitze auf dem Boden meiner Wohnung und der Rollstuhl steht im Flur. Die Kinder sind zwar Beide in ihrem Zimmer, aber ich möchte nicht das sie mich so sehen.“
Vom anderen Ende der Leitung höre ich, dass die Luft scharf eingezogen wird. „Mary, wieso hast du nicht angerufen? Wie lange sitzt du da denn schon?“ Und wo ist Keith?“, überfällt mich meine Schwester mit einem Redeschwall. „Ich… war… also, da gab es einen Kuss.“, stottere ich herum. „Und.. dann hat Chris angerufen. Und dann war Keith plötzlich weg.“ Während ich ihr das erzähle lösen sich wieder Tränen. Ich will sie hinunterschlucken, doch es geht nicht. Etwas in mir sagt, dass ich schon genug geschluckt habe. Das mehr nicht mehr geht. Und da wird ein Druck in meinem Inneren mächtig. Zu wenig Kraft zum Verdrängen aufbringend, beginne ich zu zittern. Mit Mühe halte ich weiterhin das Handy an mein Ohr. „Mary, ich bin gleich da, ja? Bleib ruhig, ich komme sofort. Aber ich muss Jake mitnehmen. Und dann packen wir.“, erklärt Dakota und legt auf. „Okay…“, flüstere ich erschöpft und lasse das Handy auf die Couch fallen. Leicht zitternd sinkt mein Kopf wieder auf die Couch und ich falte die Hände im Schoß. Leise und unaufhaltsam rollt Träne für Träne, in einen Fluß voll gleicher, über meine Wange. Doch diesmal fühlt es sich gut an. All die Sorgen scheinen sich, zumindest für einen Moment in Luft aufzulösen. Als wären sie gar nicht da.

Große, weiße Wattebauschen ziehen langsam an mir vorbei. Formen, ganz unterschiedlicher Natur. Und alle treffen sich. Mitten im Blau. Ob das der Himmel ist? Diese riesige Fläche voll blauer Farbe? Und diese großen, weißen Wattebauschen? Sind das Wolken? Fragen über Fragen.
Doch mit einem Mal sind die Antworten unwichtig. Sie sehen schön aus. Und das allein zählt. Lautlos bewegt sich eine nach der anderen über den Himmel.
Sie ziehen Farben nach! Jede der Wolken hinterlässt eine Spur! Der Himmel färbt sich mit allen erdenklichen Farben. Schön sieht das aus… und einzigartig.


Das Gefühl von Fingern, welche leicht über meine Haut streichen, veranlasst mich die Augen zu öffnen. „Dakota?“, flüstere ich den Namen meiner Schwester.
Das Streicheln wird fortgesetzt, jedoch erhalte ich keine Antwort. Da es sich gut anfühlt, lasse ich meinen Kopf auf der Couch ruhen. Somit kann ich aber leider nicht sehen wer da seine Finger so gefühlvoll über mein Gesicht führt.
Meine Gedanken scheinen sich in Luft aufgelöst zu haben, denn ich denke nichts. Rein gar nichts. Und auch der Tränenstrom ist versiegt. Das Zittern hat aufgehört.
Meine Augen wandern durch den Raum, jedoch nehmen sie alles wie durch eine Nebelwand wahr.
„Ich habe Angst.“, höre ich plötzlich eine leise Stimme hinter mir flüstern. Ich halte den Atem an. (Ist er das? Kann das sein? Aber wie...?)

Fortsetzung folgt...

EDIT: Ich dachte mir ich bereit euch mal eine kleine Freude und post einen zweiten Teil gleich dazu (hoffe es ist eine Freude)


Kapitel 22
„Sam?“, flüstere ich und halte noch immer den Atem an. Das Streicheln mit den Fingerspitzen über mein Gesicht stoppt und ein kleiner Körper lässt sich neben mir auf den Boden gleiten. Langsam drehe ich mich um. Ich erblicke ihn und er sieht mich an. Doch so wie ich mich gerade am Boden befinde, drehe ich ihm den Rücken zu. Also ziehe ich meine Beine, welche sich mittlerweile taub anfühlen unter den Tisch. Nun kann ich mich mit dem Rücken an die Couch lehnen und endlich etwas durchatmen. Meine Glieder entspannen sich und ich spüre krampfartig, in meiner Hüfte, wie ich die letzte Zeit dagesessen hatte. Meine Augen heften sich an die Seinen und wir blicken uns an. „Wieso hast du Angst?“, frage ich ihn leise. Er lehnt sich leicht an mich. Ich habe das Bedürfnis meinen Arm um ihn zu legen, doch ich traue mich nicht. Zu vergänglich erscheint mir der Moment. Sam blickt mich nur an. Und er sagt nichts! Minuten um Minuten vergehen und ich beginne zu bezweifeln das er noch etwas sagt. Oder das er überhaupt etwas gesagt hat. Doch wieso sitzt er dann neben mir? Wieso habe ich ihn nicht kommen sehen?
Viele Gedanken rasen in meinem Kopf herum, wirbeln durcheinander. (Soll ich etwas sagen? Soll ich ihn weiter fragen?) Da ich keine Ahnung habe was ich machen soll zupfe ich an meiner Hose herum.

Plötzlich geht die Tür auf und Dakota kommt herein. So schnell wie Sam jetzt aufspringt kann ich gar nicht reagieren – und schon ist er weg. Mein Neffe, Jake, kommt hinter ihr nachgestürmt. „Mary!“, ruft meine Schwester bestürzt und läuft auf mich zu. „Alles okay bei dir?“
„Sehe ich so aus?!“, antworte ich sarkastisch und sehe sie an. „Na gut…“ Dakota schiebt ihre Arme unter die Meinen und hebt mich hoch. „Du wiegst ja gar nichts mehr!“, behauptet sie und mustert mich geschockt nachdem sie mich auf der Couch abgesetzt hat. „Eric kommt gleich.“, sagt sie um das Thema zu wechseln. „Er parkt nur schnell den Wagen. Gibt es etwas dass du unbedingt gleich mitnehmen möchtest?“, fragt sie und ich sehe sie verwirrt an. „Wieso mitnehmen? Wohin?“
„Du ziehst um!“, eröffnet mir meine Schwester feierlich und grinst mich an. „Bitte was?“, hake ich nach und spanne meine Schultern an. Meiner Stimme ist anzukennen dass ich gereizt bin. „Du ziehst um. Und keine Widerrede!“, meint sie erneut. „Aber nicht nur du. Auch Sam & Maja.“ „Wohin?“, frage ich fassungslos und kann nicht glauben dass sie sich einfach das Recht herausnimmt über mich, mein Leben und meine Kinder zu bestimmen.
„Dakota das ist alles lieb gemeint, aber nein.“, versuche ich mich zu wehren. „Keine Widerrede Mary.“, fährt mir diese über den Mund. Langsam werde ich wütend. (Was bildet sie sich ein? Sie ist zwar meine Schwester, aber das geht zu weit!)
„Dakota…“, beginne ich betont ruhig. Doch wieder fällt sie mir ins Wort. „Keine Widerrede. Was willst du denn noch hier? Du kommst allein nicht hoch, die Kinder kannst du auch nicht allein betreuen, du kannst momentan so gut wie gar nichts selbst und vor allem allein machen.“, spricht sie.
„Und bei uns im Haus ist Platz. Wir hatten es ja eigentlich für Mum und Dad gedacht, also den Teil im Erdgeschoss des Hauses. Aber seit die Beiden geschieden sind hat es sich eigentlich erledigt.
Ich kann hören dass sie es immer noch nicht ganz verwunden hat was vor einiger Zeit passiert ist. „Aber wieso tust du das? Ich meine, wir haben jetzt Ewigkeiten nicht mehr miteinander gesprochen.“, versuche ich mich noch einmal herauszureden, doch mein Widerstand sinkt und ich sehe allmählich ein dass ich keine Chance gegen die Beharrlichkeit meiner Schwester habe. Denn ihre Argumente sind einleuchtend, so sehr es mich auch schmerzt das zuzugeben und hören zu müssen. Dakota setzt sich neben mich und sieht mich an. „Egal was passiert ist, Mary du bist immer noch meine Schwester! Auch wenn du mir als Ältere von uns Beiden oft auf den Geist gegangen bist.“, erklärt sie und lächelt. „Und vergiss nicht, ich hab dich lieb.“, flüstert sie und umarmt mich. „Ich dich doch auch.“, antworte ich und erwidere die Umarmung.
Eigentlich will ich ihr böse sein. Durch ihren „Einbruch“ in meine Wohnung hat sie den vertrauten Moment zwischen Sam und mir zerstört und ihn sogar verjagt. Doch wie soll man seiner eigenen Schwester böse sein wenn sie so etwas für einen tut?
Einige Sekunden sitzen wir so da, bis wir uns schließlich voneinander lösen. „So und jetzt lass uns packen, ja?“, fragt sie und ich nicke ergeben.

Dakota schiebt den Rollstuhl zu mir her und hilft mir hinein. Dann erkläre ich den Kindern was als nächstes auf sie zu kommt und bitte sie ebenfalls ein paar Dinge einzupacken. Es scheint als würden sich beide darüber freuen. Doch Sam hat seit dem Moment auf der Couch wieder nichts mehr gesprochen. Und ich zweifle langsam wirklich an meiner Zurechnungsfähigkeit. Vielleicht hat er ja gar nichts gesagt und ich habe es mir bloß eingebildet?
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BeitragThema: Re: Daydreams   Sa Jan 17, 2009 12:54 pm

Hey :-)

erstmal danke für die zwei Kapitel Very Happy cheers

Super, ich finde sie einfach nur super! Razz Der arme Sam...aber wenigstens hat er etwas gesagt Wink
Und Mary ist auch endlich über ihren Schatten gesprungen und hat ihre Schwester um Hilfe gebeten! Wurde aber auch langsam mal zeit. Very Happy
Allerdings werde ich immer noch nicht schlau aus den Szenen im Himmel, mit den Flügeln und dem ganzen zeug!Suspect

Freu mich auf die Fortsetzung :-)

Liebe Grüße,
Nina
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Jan 20, 2009 1:51 pm

Ich finde die Kapitel wirklich sehr schön.
Keith tut mir wirklich sehr Leid...Zuerst erwidert Mary seinen Kuss nicht wirklich, dann ruft auch noch Chris an. Muss wirklich schlimm sein, so ein Moment. Aber ich kann schon verstehen, warum Mary ihn nicht angerufen hat, als ihr Sam das Handy gebracht hat. Ich glaube, in so einer Situation hätte ich ihn auch nicht angerufen, auch wenn ich so hilflos gewesen wäre.

Sam ist wirklich zuckersüß und ich kann ihn so gut verstehen. Ich hätte auch solche Angst vor so einer Situation - die Mutter total hilflos, man selbst, als Kind, zu schwach um sie selbst hochzuheben, ihr zu helfen, etc. Kann ihn so gut verstehen!

Und ich bin froh, dass Mary einsieht, dass sie nicht in ihrer Wohnung bleiben kann und mit ihrer Schwester mitgeht! Einmal eine richig gute Entscheidung von Mary!

Bin sehr gespannt, wie es weitergeht! Daumen Hoch
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BeitragThema: Re: Daydreams   So Jan 25, 2009 3:15 pm

Entschuldigt dass es so lange gedauert hat mit der Fortsetzung, aber ich hab momentan vollen Stress in der Schule! ABER Gott sei Dank nur noch eine Woche! bounce

@ TessandNick: Danke Nina, ich freu mich immer sehr über dein FB! Knuddeln Aber ich freu mich eigentlich immer über FB Smile
Bin gespannt was du zur Fortsetzung sagst!
Ach ja, zu den Sequenzen im Himmel. Sie gehören für mich einfach dazu. Richtig erklären kann ich sie nicht, wer weiß vielleicht kommt ja nochmal eine Erklärung Wink

@ Kemijoki: Vielen lieben Dank für das tolle FB! Mal sehen ob Mary auch weiterhin gute Entscheidungen treffen wird... Wink


Kapitel 23
„Komm schon Mary! Du schaffst das! Zwei Schritte noch und du hast für heute gewonnen.“, werde ich von Eve, meiner Physiotherapeutin angefeuert. Tapfer beiße ich die Zähne zusammen, stemme mich mit den Händen gegen den Balken und hebe bzw. schiebe mein rechtes Bein nach vorne. Langsam bewegt es sich, doch es wird immer besser. „Wahnsinn Mary, sieh dich an! Vor 3 Wochen ging noch gar nichts und jetzt das! Komm schon, das letzte Stück schaffst du auch noch! Wenn du so weitermachst können wir demnächst übergehen aufs gemütliche Gehen an der Stange im Wasser.“, berichtet sie begeistert. Ein Lächeln breitet sich auf meinen Lippen aus. Es ist so viel Tolles passiert in den letzten Wochen und es geht endlich wieder bergauf. Maja, Sam und Jake sind mittlerweile unzertrennlich. Doch Maja ist etwas traurig daß die Jungs bald in die 1. Schulklasse wechseln, sie jedoch nicht mit darf da sie noch zu jung ist. Obwohl sie sehr intelligent ist und übereifrig alle Rechenbeispiele mitmacht, welche auch die Jungs machen. Sogar mit dem Schreiben klappt es schon ganz gut. Und letztens habe ich sie heimlich beim Üben erwischt. Ich überlege langsam, vielleicht bei der Direktorin anzufragen ob man sie nicht auch schon mit aufnehmen könnte. Schließlich ist sie nur ein Jahr jünger als die Jungs. Obwohl es ihr auch sicher nicht schaden könnte in einen eigenen Jahrgang zu kommen. Sie hätte so oder so ihre beiden „Beschützer“ bei sich. Denn Sam und Jake vergöttern meine Kleine. Sie versteht sich aber auch perfekt darin, die Beiden sich bedienen zu lassen. Nicht daß die Jungs blöd wären oder so, aber sie hat so ihre Tricks.
Das einzige was mich traurig macht ist, daß Sam seit dem Vorfall im Wohnzimmer, nicht mehr mit mir gesprochen hat. Er sagt wieder überhaupt nichts. Doch seine Schwester und seinen Cousin stört das nicht. Kinder tun sich mit solchen Dingen viel einfacher. Und nicht darauf angewiesen das ihr Gegenüber mit ihnen spricht. Wir Erwachsenen jedoch, tun uns ziemlich schwer.
Doch, die Situation zwischen uns hat sich gebessert. Er spricht zwar noch immer nicht, jedoch hat er aufgehört so ablehnend mir gegenüber zu sein. Man kann sagen, seit wir im Erdgeschoß im Haus meiner Schwester wohnen, leben wir nebeneinander her. Es ist eine Besserung. Wenn auch nicht das was ich mir erhofft habe, und mir noch erhoffe. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
„Mary, du hast das heute toll gemacht! Ich bin wahnsinnig stolz auf dich!“, sagt Eve und kommt mit dem Rollstuhl auf mich zu. Ich hasse das Ding zwar nicht mehr, doch ist es auch nicht gerade mein liebster Freund. Erschöpft, aber lächelnd, lasse ich mich hineingleiten und entspanne meine Hände. Grinsend sieht mich Eve an. „Na, Lust auf eine Massage?“, fragt sie und zwinkert mir zu. „Klar.“, antworte ich und grinse zurück.
Eve schwingt den Rollstuhl, mit mir darin, herum und schiebt mich zu der mir schon bekannten Liege. Sie will mir heraushelfen, doch ich hebe abwehrend die Hände. „Was ist los? Ich dachte…?“, beginnt meine Physiotherapeutin. „Ich würds gerne alleine versuchen.“, sage ich nur und lächle sie an. „Achso…“, meint sie nur und hält den Rollstuhl fest. Ich stelle die Beine von den Klappen herunter auf den Boden und stemme mich an den Armlehnen aus dem Sitz. Eve sagt nichts, doch ich spüre ihren Blick in meinem Rücken. Gespannt wie die Schnur eines Bogens wartet sie hinter mir, bereit jeden Moment einzugreifen. Vorsichtig ziehe ich mich hoch, festhaltend am Rand der Liege, und stelle mich aufrecht hin. Der leichte Schweißperlenfilm, welcher meine Stirn bei der vorhergehenden Übung schon überzogen hatte, erneuert sich. Sogar aufstehen ist anstrengend.

Plötzlich schiebt sich ein starker Arm unter meine Beine und drücken sie durch. Ich höre Eve’s Kichern und kippe nach hinten. Ich finde Situation jedoch alles andere als witzig. Nirgends finde ich Halt, bis mich eine weitere Hand packt und ich hochgehoben werde. Überrascht blicke ich in ein braungebranntes, mir irgendwie bekanntes Gesicht. „Hey Schönheit! Du hast dich kein bißchen verändert!“, sagt er und meine Augen werden immer größer.
Ich brauche einige Zeit um mich zu sammeln. Währenddessen wandern meine Augen seinen Körper entlang. Ich traue mich kaum zu atmen, was auch nicht möglich wäre, denn mein Herz hat bei seinem Anblick mit einem Mal aufgehört zu schlagen. (Was macht er hier?)
Das Blut bleibt in den Adern stehen, als würde es gefrieren. „Oh mein Gott.“, entfährt es mir und ich blicke ihn immer noch entgeistert an.
Ein herzhaftes Lachen dringt aus seiner Kehle und seine Augen leuchten. „Du kannst mich gerne weiterhin Chris nennen.“, entgegnet er und auch ich muß lächeln. Mein Gesicht wird warm und ich spüre dass ich Rot werde. (Na klasse…), denke ich und senke den Blick. Dadurch daß ich ihn nicht mehr anstarre fängt mein Herz endlich wieder an zu schlagen. Ich ringe nach Luft und Chris läßt mich herunter. Vorsichtig legt er mich auf die Liege und blickt mich an. In seinen Augen kann ich Besorgnis sehen. „Alles okay?“, fragt er und im Hintergrund sehe ich Eve schlucken. (Was soll ich ihm bloß antworten? Wieso ist er hier?)
Chris Hand liegt noch auf meinem Oberschenkel und die Stelle wird warm. Ich blicke darauf und sage nichts. Doch auch wenn ich äußerlich untätig aussehe, meine Gedanken sind es nicht. Er bemerkt worauf ich sehe und nimmt seine Hand weg.
Nach schier endloser Zeit mache ich den Mund auf und sage etwas. „Ja, alles okay. Aber…. Ich möchte nach Hause.“
„Aber Mary?“, beginnt Eve. „Ich dachte du wolltest noch eine Massage?“ „Meinungen ändern sich.“, antworte ich und würde am liebsten einfach gehen. Doch das funktioniert nicht. Zumindest nicht so einfach. Chris hilft mir herunter von der Liege und sieht mich immer noch skeptisch an.
„Und du willst wirklich keine…?“, bringt Eve hervor doch bei meinem Anblick, ich schüttle den Kopf, verstummt sie. „Okay.“, gibt sie nun auf und holt den Rollstuhl. Ich setze mich hinein und fahre zur Tür. Mit einem kurzen Blick zurück sehe ich wie Chris Eve’s Hand nimmt und ihr in die Augen blickt. „Ich kümmere mich darum.“, sagt er leise und lächelt sie an. Da meldet sich wieder ein Stechen in meiner Brust. Ich seufze. (Nicht noch mal!), denke ich und öffne die Tür. Schnell fahre ich durch, lasse die Tür einen Spalt offen und schiebe den Rollstuhl weiter. (Wieso passiert so was immer mir?), frage ich mich, drehe ein Rad nach dem anderen um mich von dem Raum zu entfernen. (Wieso habe ich geglaubt es würde jemals aufhören? Ich muß es irgendwie schaffen endlich von ihm loszukomme..)
Das Stechen wird heftiger und in meinen Ohren dröhnt es. „Nimm es Eve bitte nicht böse.“, höre ich plötzlich eine Stimme. Ich brauche den Kopf nicht mal zu drehen um zu wissen daß er neben mir geht.
Das Stechen wird noch schmerzhafter. (Wieso böse auf Eve? Welchen Grund hätte ich denn? Nein.. ich bin nicht auf Eve sauer.), denke ich und schüttle den Kopf. (Sauer bin ich nur auf mich. Das ich dich nicht loslassen kann, das es immer noch so schmerzt, auch nach den Jahren die vergangen sind.)
„Nein. Natürlich bin ich nicht sauer auf Eve.“, sage ich nun. Doch immer noch sehe ich ihn nicht an. „Und was war das dann eben?“, hakt er nach. (Lass dir am besten schnell eine gute Ausrede einfallen!)
Fieberhaft denke ich nach und streiche mir mit der rechten Hand die Haare aus dem Gesicht. Erst jetzt fällt mir auf daß ich nicht geantwortet habe. Und mir ist immer noch keine passende Antwort eingefallen. Also gebe ich auf und antworte mit der Wahrheit. „Um ehrlich zu sein… ich habe dich nicht erwartet. Dein plötzliches Auftauchen hat mich durcheinander gebracht. Wir haben uns lange nicht gesehen. Und dich habe ich hier am allerwenigsten erwartet.“
Chris sieht mich verwirrt an. „Hat Eve dir nichts von uns erzählt? Also… daß sie und ich zusammen sind?“
Ich schüttle wieder den Kopf. Und erneut macht sich das Stehen bemerkbar. Aber dieses Mal so heftig daß sich meine gesamte Brust zusammenzieht. Ich ziehe die Luft scharf zwischen den Zähnen ein und unterdrücke den Zwang mir die Hände in die Brust zu krallen. Denn dann wäre es aufgefallen. Tränen sammeln sich in meinen Augen. Warum war mir nicht von Anfang an klar das das er einzige Grund war warum er aufgetaucht ist? Ich hatte mir doch nicht etwa eingebildet er wäre wegen mir gekommen? Doch das Stehen in meiner Brust meint wohl etwas anderes.
„Oh.“, kommt von ihm nur als Antwort und dann nichts mehr. Schweigend geht wir nebeneinander her und dann sind wir bei der Tür. Eine Frage meldet sich in meinem Unterbewusstsein und drängt sich nach oben. Ich beiße mir auf die Zunge, doch kann ich sie nicht zurückhalten. „Jetzt.. wo du und Eve… zusammen seid..“, immer wieder stockt meine Stimme doch ich zwinge mich weiterzureden. „..also.. bist du dann hier? Oder gehst du wieder weg?“
Chris lächelt und bleibt stehen. Er hockt sich hin, genau vor den Rollstuhl und hält sich an meinen Knien fest um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. „Ich werde wohl eine Weile hier sein..“, antwortet er und lächelt mich an das ich für ein paar Sekunden vergesse wie ich atmet. Als mir diese Tatsache bewußt wird wende ich meinen Blick ab.
(So kann das nicht weitergehen!), denke ich und starre auf den Boden. Schließlich sehe ich hoch und lege meine Hände erneut an die Räder des Rollstuhls. „Ich muß jetzt los.“, sage ich und hoffe daß er aufsteht. „Rufst du mich an?“, fragt er und wieder fühle ich das Stechen Am liebsten würde ich ihm keine Antwort geben, doch etwas drängt mich dazu.
„Kann sein..“, sage ich also und fahre an ihm vorbei, als er aufsteht.
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BeitragThema: Re: Daydreams   So Jan 25, 2009 5:39 pm

Wow, damit habe ich jetzt nicht gerechnet!
Schön, dass Mary fortschritte macht :-) Aber warum muss Chris jetzt auftauchen und alles wieder durcheinander bringen? Evil or Very Mad
Das er mit Eve zusammen ist, ist eine echte Überraschung!

Du hast Marys Gedanken so schön beschrieben! Aber du weißt ja, dass ich ein großer Fan von deinem Schreibstil bin! Very Happy

Mach weiter so!

lg Nina I love you
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BeitragThema: Re: Daydreams   Di Jan 27, 2009 10:40 pm

Wirklich sehr schöne Beschreibungen von Mary's Gedanken. Gefällt mir extrem gut Daumen Hoch Und ich finde es so schön, dass die Fortschritte macht cheers

Hätte auch nie im Leben gedacht, dass Chris einfach so auftaucht und noch dazu mit Eve zusammen ist affraid

Bin sehr gespannt, wie es weitergehen wird Smile
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BeitragThema: Re: Daydreams   So Feb 01, 2009 12:28 am

Als erstes möchte ich mich entschuldigen dass sich dich Zeiträume zwischen dem Posten momentan immer so ziehen aber bei mir ist momentan ziemlich viel los und ich bin ständig müde. Ich könnt jetzt gerade sogar in meinem Schreibtischsessel zusammensinken wär mir das egal... . Ich bemüh mich aber trotzdem jede Woche mindestens ein Kapi on zu setzen.. Smile

@TessandNick: Freut mich dass es dir gefällt! Ich hab keine Ahnung warum Chris aufgetaucht ist. Bin schon gespannt was du zu diesem Teil sagst Smile

@Kemijoki: Mich freuts ja auch total dass es endlich Fortschritte gibt. Hoffe auch dieser Teil sagt dir zu!


Kapitel 24
(Anrufen? Nicht anrufen?), denke ich nach und beobachte Sam und Maja wie sie mit Jake im Garten herumlaufen. Ich selbst sitze im Wohnzimmer, mit Blick in den Garten. Vor mir liegt mein Handy. Seit ca. 20 Minuten starre ich es an und versuche mir klar darüber zu werden ob ich Chris anrufen will oder nicht. Seit dem Vorfall in Eve’s Praxis habe ich mich noch nicht gemeldet. Außer ein Mal bei Eve, aber da habe ich nur die Therapie abgesagt und Migräne vorgeschoben. Das stimmt ja auch, ich habe wirklich heftige Kopschmerzen, nur behielt ich die Ursache dafür für mich. Und am Telefon klang ich ganz überzeugend.
Ich denke nicht daß Eve den wahren Grund für meine Absage weiß.
„Na? Worüber grübelst du gerade so angestrengt nach?“, höre ich eine Stimme hinter mir fragen. Erschrocken drehe ich mich um und vergesse für kurze Zeit zu atmen. „Entschuldige, habe ich dich erschreckt?“, fragt Dakota vorsichtig und lächelt mich an. Ich erwidere das Lächeln und auch das Atmen funktioniert endlich wieder. Ich sehe sie an. „Naja, so dies und das.“, antworte ich und sehe zu wie sie sich neben mich auf die Couch setzt. Meine Hand, mit einem gefalteten und schon vielfach benutzen Etwas schnellt hinter meinen Rücken und steckt das Etwas unter das rote Shirt, welches ich trage. Mit einem leichten Handgriff stecke ich es halb in die Hose und ziehe das Shirt darüber. Dakota sieht mich mit zusammengezogenen Augenbrauen an. Aber nur kurz, dann erscheint das Lächeln wieder. „Magst du es mir erzählen?“, hakt sie weiter nach und ich senke den Kopf. (Soll ich es ihr erzählen? Oder es lieber sein lassen? Naja… aber sie läßt mich bei sich wohnen. Solange bis ich wieder selbst für mich sorgen kann . Und für meine Kinder. Auch wenn sie es nie zugeben würde, ich falle ihr sicher auf den Nerv. Und genau das möchte ich nicht.)
Langsam bewege ich die Hand wieder nach vorne und plaziere sie auf meinem Oberschenkel. Eine Erinnerung durchzuckt mich. Hier lag vor nicht allzu langer Zeit Chris‘ Hand. Als hätte ich mich verbrannt ziehe ich die Finger weg und sehe gequält aus. Mir ist auch als würde ich brennen. Aber am meisten schmerzt mein Herz. Noch immer sieht Dakota mich aufmerksam an und ich fühle mich zusehends unwohler. Doch meine Schwester sagt nichts. Sie beobachtet mich nur. Leise erhebt sich ihre Stimme erneut und eine kaum wahrzunehmende Drohung liegt darin. Als würde sie sagen ‚Sprich! Sonst..‘ Doch wirklich als Worte erreicht mein Ohr die Aussage „Raus mit der Sprache.“
Ich stelle sie mir als Raubtier vor und muß lachen. Ihr Blick wandelt sich von skeptisch zu verärgert. Darum reiße ich mich zusammen. „Naja… es geht um Chris. Also.. meine Gedanken drehen sich um ihn.“, beginne ich und warte auf ihre Reaktion. Zu meinem Erstaunen jedoch weicht nur der verärgerte Ausdruck aus ihrem Gesicht. Er weicht einem erleichterten, aber erstauntem Gesicht.
„Chris?“, wiederholt sie den eben von mir genannten Namen ungläubig. Da ich nicht noch mal antworten möchte, nicke ich nur. Sie sieht mich weiterhin erstaunt an, doch kein Wort dringt aus ihrem Mund. Sie wartet. Und zwar darauf daß ich von selbst weiterspreche.
Etwas in mir drängt danach, doch kann ich nichts sagen. Mein Mund ist krampfhaft zusammen gepresst und mein Kopf sucht nach Worten.
(Wie erkläre ich ihr was passiert ist? Wie sage ich ihr das… ich Schuld an allem bin?), denke ich angestrengt nach.
Da mir beim besten Willen nichts einfällt, wie ich ihr das alles erklären soll, nehme ich den Zettel, welchen ich kurz vorher hinter meinem Rücken versteckt habe und halte ihn ihr hin.
„Was ist das?“, fragt Dakota und nimmt den Zettel. Sie faltet ihn auseinander und beginnt zu lesen. Ihre Augen wandern von links nach rechts, bis sie das Stück Papier sinken läßt. „Was soll das bedeuten?“, fragt mich meine Schwester und ihr Fuß wippt unsicher. So als wäre sie sich nicht sicher ob sie es wirklich wissen will.
Ich nehme den Zettel aus ihrer Hand und beginne laut zu lesen.

„Mein kleiner Schatz,
es tut mir Leid dass du deinen Papa nicht kennenlernen durftest.
Aber Mama hatte ihre Gründe dafür. Es hätte alles nur verkompliziert.
Und du bist noch zu klein um zu verstehen,
warum Mama das getan hat.
Doch, ich hoffe du kannst mir irgendwann verzeihen.
Dein Papa weiß nichts von dir,
denn die alleinige Gewissheit hätte nicht nur seine Welt,
sondern auch die unsere auf den Kopf gestellt.
Und.... du hast keinen anderen Papa, weil ich nie einen anderen Menschen geliebt habe außer ihm. Er war, und ist der einzige Mensch, den ich seit einer halben Ewigkeit liebe...
Mein kleiner Schatz, ich hab dich lieb!
Und ich bin froh dass ich dich habe. Denn mit dir, ist die Mama nicht mehr so alleine.
Wenn schon nicht der Papa bei ihr ist...

In Liebe, deine Mama“


Langsam lasse ich die Hand sinken.
„Ich verstehe nicht ganz..“, beginnt sie, doch mit einer schnellen Handbewegung bringe ich sie zum Schweigen. „Sam’s Vater war nie unbekannt. Zumindest mir nicht. Aber das wußtest du sicher, oder?“, frage ich und lächle sie an. „So etwas in der Art habe ich mir schon gedacht..“, meint sie und lacht leise. Ich stimme ein, doch ein paar Minuten später werde ich wieder ernst und sehe sie an. Mein Blick bittet sie um Verständnis. Und um Verzeihung, daß ich ihr diese Tatsache all die Jahre verschwiegen habe.
„Sam’s Dad war nur immer ein Geheimnis, weil es zu sehr weh tat es zu erzählen. Und weil ich nicht wollte daß er von seinem Sohn erfährt. Ich habe auch jetzt noch Angst davor daß er davon erfährt. Aber ich kann Sam seinen Dad nicht mehr länger vorenthalten. Das die Tatsache, daß ich es ihm all die Jahre verschwiegen habe, immer zwischen uns stehen wird ist mir sehr wohl klar. Aber lieber sage ich es meinem Sohn selbst als das er es von jemand anders erfährt.“, erkläre ich und warte auf irgendeine Reaktion. Diese bleibt aus, jedoch sieht mich Dakota so an als wolle sie noch mehr wissen. Als würde sie wissen ich hätte noch nicht das Ende der „Story“ erreicht. Doch damit hat sie wohl recht.
„Sam’s Dad ist niemand anders als… Chris.“
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BeitragThema: Re: Daydreams   So Feb 01, 2009 11:33 am

cheers Hui, Schwegen gebrochen! Endlich cheers

Ich habe mir schon gedacht, dass Chris der Papi ist...aber ist er auch Majas Vater? *grübel* Suspect

Schöner Teil :-) Du hast Marys Gedanken wie immer gut beschrieben :-)

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BeitragThema: Re: Daydreams   Fr Feb 06, 2009 8:21 pm

Der Teil ist wahnsinnig gut, gefühlvoll und flüssig geschrieben. Ich bin darin versunken!
Dass Chris der Vater ist, daran habe ich nie gezweifelt. Doch von wem ist Maja?

Bitte schnell weiterschreiben Smile Ich bin so gespannt Smile
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BeitragThema: Re: Daydreams   Sa Feb 07, 2009 8:36 pm

Es hat zwar eine ganze Weile gedauert, bis ich endlich den Faden wieder gefunden habe, aber ich bin froh euch endlich wieder einen neuen Teil präsentieren zu können Smile

@TessandNick: Bis das rauskommt, mit Mary's Vater, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern Wink Aber ich hoffe du liest trotzdem weiterhin meine Geschichte? Smile

@Kemijoki: Auch dir kann ich leider nicht verraten wer Mary's Vater ist, aber mal sehen wann das rauskommt Wink

Bin sehr gespannt was ihr von dem neuen Teil haltet!
Da mein Beitrag zu lang ist, musste ich ihn leider in zwei Teile gliedern!


Kapitel 25
„Chris? Wow… also… irgendwie hatte ich ja schon den Verdacht das er etwas damit zu tun haben könnte, aber das er wirklich Sam’s Vater sein könnte? Also, diese Möglichkeit hätte ich wohl als allerletztes in Erwägung gezogen.“, sagt Dakota etwas wirr, doch lächelt sie mich an.
„Er weiß es aber nicht.“, rufe ich ihr ins Gedächtnis zurück und sie nickt. „Und von mir wird er es auch nicht erfahren. Das ist deine Sache.“, meint sie und steht auf. „So, ich denke es ist Zeit das Mittagessen zu machen. Ach ja Mary, vorhin hat er angerufen. Er kommt später vorbei um dich abzuholen.“
Während sie mir das erzählt muss mir die Kinnlade runtergeklappt sein. Auf jeden Fall muss ich den Mund erstmal schließen nachdem ich die Worte einigermaßen verdaut habe.
„Er kommt hierher?“, frage ich etwas atemlos. „Jape.“, antwortet Dakota seelenruhig und wendet sich dem Essen zu. Sie geht in die Küche und ich höre sie herum hantieren.
(Na toll! Und diesen Brocken schmeißt sie mir einfach so her? Nachdem ich ihr erzählt habe dass er Sam’s Dad ist? Denkt sie denn gar nicht mit? Ich will ihm nicht begegnen! Nicht solange ich nicht weiß wie ich mit ihm umgehen soll!), denke ich verzweifelt. „Hör auf dir Gedanken zu machen Mary. Sei einfach du selbst. Du machst das schon.“, sagt Dakota nun. Ohne dass ich es bemerkt habe ist sie zurück zur Wohnzimmertür und hat den Kopf herein gesteckt. „So, und jetzt zieh dir was anderes als deine Jogginghose an, so kannst du nicht aus dem Haus gehen.“, meint sie dann und ich drehe mich um. Ein Lächeln umspielt meine Lippen. Okay, jetzt muss ich zugeben, ein bisschen freue ich mich doch dass er kommt. „Hat er gesagt was er vor hat?“, frage ich und sehe sie an. „Öhm.. nein nicht wirklich. Aber zieh dir trotzdem was Warmes an. Es wird kalt wenn man länger draußen ist.“, gibt sie mir fürsorglich den Tipp.
Ich nicke nur noch und fahre mit dem Rollstuhl zur Treppe. Dort hebe ich mich selbst in den „Wunderstuhl“ wie ich ihn nenne. Das ist so ein Ding wie man es immer in der Werbung sieht. Welches eigentlich Senioren helfen soll über eine Treppe hoch und wieder runter zu kommen. Und nun hilft es eben mir. Um hoch in die Wohnung meiner Schwester, und wieder runter um in meinen Bereich zu kommen. Eigentlich fühle ich mich hier ziemlich wohl. Ich habe mich an die Tatsache gewöhnt dass meine Beine noch eine Weile zu schwach sein werden um mich selbstständig zu tragen. Aber das heißt noch lange nicht dass ich für immer an den Rollstuhl gefesselt bin. Ich muss einfach weiter trainieren.
Während ich so nachdenke, habe ich den Rollstuhl zusammengelegt und bin auf dem Weg nach unten. Langsam ruckelnd setzt sich der Stuhl in Bewegung und ich fahre nach unten.
Eigentlich geht es mir hier nicht nur ganz gut sondern sehr gut. Ja okay, es gibt gute und weniger gute Tage, doch im Grunde zählen doch nur die guten! Ich bin noch am Leben, meinen Kindern geht es gut, wir alle haben ein Dach über dem Kopf und meine Schwester hat mit mir ihren Job sozusagen „getauscht“. Sie brauchte einen Tapetenwechsel, wollte raus aus der Wohnung und deshalb den großartigen Telejob den sie hatte, aufgeben. Ihr neuer Traum war das Servieren. Also habe ich meinen Chef angerufen und gefragt ob er damit einverstanden wäre wenn Dakota statt mir bei ihm arbeiten würde. Und Dakota hat ihrerseits ihren Chef um den Tausch gebeten und dieser war sogar sehr froh darüber, als er meine alten Zeugnisnoten sah. Denn Dakota arbeitete zwar gut, aber nicht sehr genau. Das vertraute er mir aber erst später an.
Endlich bin ich unten und klappe den Rollstuhl wieder auf. Danach hebe ich mich langsam hinüber und rutsche mit meinem Hintern in eine bequeme Sitzlage. Anschließend klappe ich den Sitz des „Wunderstuhls“ noch hoch, damit die Kinder auch ja nicht auf die Idee kommen ihn auszuprobieren. Maja war dies vor einer Weile gelungen. Sie hatte sich auf den Stuhl gesetzt, da ich aus lauter Eile vergessen hatte die Sitzfläche hochzuklappen. Tja und dann ist der Stuhl nach oben gefahren, doch sie ist nicht einfach sitzen geblieben, sondern heruntergefallen. Das gab ein schönes Kat über dem rechten Auge. Doch heute ist nur noch eine kleine Narbe zu sehen.
Ich fahre mit dem Rollstuhl zu meiner Wohnungstür und öffne sie. Völlig unerwartet sehe ich mich in dem Moment Chris gegenüber. „Hey Mary! Ich hoffe ich bin nicht zu früh da?“, fragt er unsicher und spielt mit den Fingern in der Hosentasche.
Erst blicke ich ihn verwirrt an, doch dann lächle ich. „Sei einfach du selbst!“, fallen mir Dakota’s Worte wieder ein und ich fahre weiter in meine Wohnung. „Nein, nein ich zieh mir nur noch schnell eine andere Hose an. Du hattest doch vor mich nach draußen zu entführen, oder?“, frage ich kurz und komme bei der nächsten Tür, der zu meinem Schlafzimmer an. „Ja, hatte ich vor. Aber du brauchst dich deswegen doch nicht extra umzuziehen. Du siehst toll aus!“, meint er schnell doch ich sehe zu ihm und winke ab. „Ich mache es auch nicht wegen dir, aber mit Jogginghose könnte es draußen etwas kalt werden.“, kontere ich kurz und grinse ihn an.
„Ah okay..“, gibt er nun klein bei und grinst ebenfalls. Endlich. Es freut mich dass ich die Spannung zwischen uns etwas lösen konnte. Es wurde aber auch echt Zeit. Denn lange hätte ich das nicht mehr ausgehalten. Nun verschwinde ich in meinem Zimmer und hole eine Jeans aus dem Schrank. Damit begebe ich mich zum Bett stehe langsam auf. Fest kralle ich mich dabei mit den Fingern in die Armlehnen des Rollstuhls und lasse mich dann aufs Bett fallen. Mit dem Bauch voran lande ich auf dem Laken und drehe mich gleich schwungvoll um. Leider unterschätzte ich die Größe meines Bettes ein wenig und fast wäre ich runtergefallen! (Wäre ja nicht das erste Mal..), denke ich grinsend und stemme mich mit einer Hand auf dem Nachtkästchen ab. Mit der anderen ziehe ich mich zurück aufs Bett. Dann ziehe ich die Jogginghose aus und streife mir die Jeans über. Es dauert eine Weile bis ich es geschafft habe, doch dann ist es endlich erledigt und ich kann ich zurück in den Rollstuhl setzten. Auf Make up und sonstigen Kram verzichte ich, dazu ist keine Zeit mehr. Und dann schiebe ich mich wieder zur Tür. In dem Moment öffnet Chris die Tür und lächelt mich an. „Na, fertig?“
„Jape! Aber… in fremde Zimmer zu sehen gehört sich eigentlich nicht, Mister.“, weiße ich ihn grinsend darauf hin dass er mich möglicherweise nackt hätte erwischen können. „Naja, erstens sind wir uns ja nicht wirklich fremd, und zweitens wollte ich nur sehen ob du noch lebst, oder ob sich die Jeans schon über dich hergemacht hat.“, antwortet er feixend. „Na gut. Dieses Mal lasse ich es noch gelten.“, tue ich den Fall nun als erledigt ab und fahre zur Hintertür.
„Geht’s nicht auf der anderen Seite raus?“, fragt Chris und sieht mich skeptisch an. Ich spüre seinen Blick im Rücken. „Ja, aber ich möchte meinen Kindern noch kurz Bescheid sagen dass ich spazieren bin.“, informiere ich ihn und höre wie er die Luft einzieht. „D-Du.. hast Kinder?“


Zuletzt von Survivor am Sa Feb 07, 2009 8:39 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Daydreams   Sa Feb 07, 2009 8:37 pm

Erstaunt sehe ich ihn an. Dann erst fällt mir wieder ein dass er ja gar nichts von Sam und Maja wissen kann! Woher denn auch? Ich habe ihm nie etwas von den Beiden erzählt, denn dann wäre ich nicht umhin gekommen ihm von seinem Sohn zu erzählen. Und Eve kennt die Beiden auch nicht da sie während meiner Therapiestunden entweder im Kindergarten waren oder zu Hause.
Ich lächle ihn nur an und nicke. Dann öffne ich die Tür und fahre nach draußen. „Mami!“, ruft Maja begeistert als sie mich erblickt und kommt zu uns gerannt. Sie bleibt genau vor mir stehen und beäugt Chris misstrauisch. „Maus, das ist Chris. Ein Freund von mir. Ist Sam hier auch irgendwo?“, frage ich meine kleine Tochter und hoffe dass er gerade dabei ist auf einen der vielen Bäume im Garten zu klettern, oder zumindest so beschäftigt dass er gerade keine Zeit hat um herzukommen. Das Gefühl, dass Vater und Sohn auf einem Grundstück sind ist zwar nicht mehr so unangenehm, aber da sie ja noch nicht voneinander wissen ist es etwas leichter.
Nur leider hat Sam gerade Zeit und kommt her. Zu meinem Erstaunen schmerzt das Aufeinandertreffen nicht mehr so wie beim ersten Mal und so kann ich mich ein bisschen entspannen. Sam steht vor mir und wirft Chris ebenfalls einen misstrauischen Blick zu. „Sam, das ist Chris. Wir wollen spazieren gehen und ich wollte euch nur kurz Bescheid sagen. Seid brav und tut was Tante Dakota sagt, ja?“, mahne ich meine Beiden bevor sie eifrig mit den Köpfen nicken. Sam sieht immer wieder von mir zu Chris und ich sehe wie es in seinem Kopf arbeitet. Doch da er ja nicht mit mir spricht, habe ich es schon aufgegeben zu erfahren was er denkt. Maja hingegen beginnt nun zu grinsen und fragt schließlich zuckersüß „Chris, magst du mit uns spielen?“
Ich blicke zu ihm hoch und sehe wie es auch in seinem Kopf arbeitet. Er ist wohl immer noch dabei zu verdauen dass ich zwei Kinder habe. Schließlich ringt er ich endlich zu einer Antwort durch und lächelt meine Tochter an. „Klar. Wenn deine Mum nichts dagegen hat.“
Ich lächle nur dankbar und schiebe den Rollstuhl den Weg, welcher mit Steinen ausgelegt ist, zu unserer kleinen Blockhütte hinter dem Haus. Denn bis dorthin scheint die Sonne, zumindest kann man dort hoffen ein paar ihrer spärlichen Strahlen abzubekommen. Und so stelle ich den Rollstuhl in die Sonne und genieße die Wärme welche sich um mich legt. In der Zwischenzeit freundet Chris sich etwas mit Maja an. Sam ist weiterhin misstrauisch und schließlich wendet er sich ganz ab. Jake hockt auf einem der Bäume und beobachtet das Ganze von oben. Doch Sam scheint gerade auch keine Lust zu haben sich zu seinem Cousin zu begeben, denn er steuert auf mich zu. Erstaunt warte ich auf sein Ankommen, und schließlich stellt er sich neben mich.
Er öffnet den Mund, sieht mich an, und schließt ihn dann wieder. „Möchtest du wissen wer das ist?“, versuche ich ihm entgegen zu kommen und seine Frage zu erraten. Sam nickt und dreht sich kurz so dass er seine Schwester und den fremden Mann im Blick hat. „Das ist Chris. Ein alter Freund von mir.“
Etwas in mir drängt danach ihm endlich zu erzählen dass es sein Vater ist, doch ich halte mich zurück. (Noch nicht..), warnt meine innere Stimme. (Warte noch bis du es Chris gesagt hast. Wenn Chris ihn nicht will, nichts mit ihm zu tun haben will und du erzählst dem Sohn etwas von dem Vater bevor der Vater überhaupt weiß dass er einen Sohn hat, dann zerbricht Sam möglicherweise daran. Denn welches Kind hört schon gerne von seinem Vater, nach all den Jahren ohne ihn, dass er ihn nicht will? Ja, dann wäre Chris der Böse. Doch in Wahrheit bist es du, denn du hast die Beiden einander vorenthalten.)
Ich nicke stumm und sehe kurz zu Boden. Ich warte. Warte auf das ohnmächtige Gefühl des Schmerzes. Der Schmerz, den ich sonst immer empfinde wenn ich an Sam und Chris denke, dieser will sich dieses Mal nicht einstellen. Ich weiß nicht warum, aber es tut unendlich gut. Vielleicht, weil ich endlich darüber gesprochen habe? Und weil ich beschlossen habe Chris von seinem Sohn zu erzählen?

Während ich meinen Gedanken nachgegangen bin, hat Sam sich wieder von mir entfernt. Er muss gespürt haben dass ich nicht mehr bei ihm bin und hat sich Chris etwas angenähert. Er spielt sogar mit ihm. Und Jake macht auch mit.

Eine ganze Weile geht das so dahin. Und ich sitze in der Sonne und genieße die letzten Strahlen. Bis die Sonne schließlich untergeht und ein eisiger Wind durch den Garten weht. Ich beginne leicht zu zittern, überspiele es jedoch, denn wie es scheint sind die Vier ein ganz nettes Team geworden. Sie lachen viel und Chris albert ganz schön herum. Doch auch ich muss immer mal wieder über eine seiner Grimassen oder einen seiner Witze lachen.
Er kann wunderbar mit Kindern umgehen. Und auch Sam lacht. Besonders diese Tatsache lässt mein Herz hüpfen. Chris ist der geborene Vater. Ein Lächeln umspielt die ganze Zeit meine Lippen. Ich lasse meinen Blick über das Grundstück schweifen. Und das was ich sehe lässt alle Zweifel, dass ich hier so schnell weg muss weichen. Erst jetzt bemerke ich dass meine Schwester hinter dem Küchenfenster steht und mich beobachtet. Sie merkt dass ich sie gesehen habe und winkt mir. Ich winke zurück und sie versucht mit Zeichensprache danach zu fragen ob mir kalt ist. Ich nicke und sie deutet an dass ich die Kinder jetzt reinschicken soll. Sie waren lange genug draußen. Ein erneutes Nicken und sie verschwindet wieder.
„Sam, Maja und Jake?“, rufe ich in den Garten und nach einem lautstarken „Jaa!“, kommen die drei zu mir gerannt. „Es wird Zeit reinzugehen. Jake, du sollst hoch zu deiner Mum. Und wir sollten auch langsam rein.“, sage ich erst an meinen Neffen gewandt und dann an meine beiden Kinder. Nun ist auch Chris bei uns angekommen. „So, für die Kinder wird es Zeit reinzugehen. Möchtest du noch auf eine Tasse Kaffee mit reinkommen?“, frage ich ihn höflicherweise, doch er lehnt Kopfschüttelnd ab.
„Tut mir Leid, aber ich sollte langsam los. Ich muss noch eine Menge Mails beantworten. Aber es war schön.“, verabschiedet er sich und ich sehe dass er es ehrlich meint. „Okay. Dann bis bald, hoffentlich.“, verabschiede auch ich mich und begleite ihn noch mit zum Gartentor. Dort drehe ich um und fahre zurück zur Hintertür. Sam hält sie mir auf und wartet bis ich durchgefahren bin. Dann schließt er die Tür ab und macht sich mit seiner Schwester daran sich fertig fürs Bett zu machen. „Wollt ihr noch bei Tante Dakota ein Nutellabrot essen? Und vielleicht mit Jake fernsehen?“, frage ich sie und freudig stimmen sie zu. Also erlaube ich den Beiden nach oben zu laufen und ziehe mir wieder die Jogginghose an. Gerade als ich mich in den „Wundersessel“ heben will, welcher mich die Treppe hochbringen soll, kommt Eric, mein Schwager, zur Tür herein. „Hey Mary! Lass mal und hüpf in meine Arme! Ich nehm dich mich hoch!“, meint er und lacht mich an.
„Nein, schon gut Eric. Ich fahre hoch. Das geht mittlerweile schon ganz gut.“, erwidere ich und mache da weiter wo ich aufgehört habe. Empört baut er sich vor mir auf. „Mary?! Das war ein einmaliges Angebot, welche sich nicht wiederholen will. Und ich wage es nicht daran zu denken was ich mit dir mache wenn du dich mir widersetzt.“, meint er mit gespielt zorniger Miene.
Nun kann ich nicht anders und muss aus vollem Hals lachen. „Na gut Eric! Dann trag mich bitte hoch.“, gebe ich schließlich klein bei.
Mein Schwager legt einen Arm unter meine Beine und den anderen um meinen Rücken. Und schon liege ich in seinen Armen und er steigt die erste Stufe mit mir hoch. Von oben höre ich ein Lachen und blicke hin. Dort stehen Maja, Sam, Jake und Dakota und lachen.
„Was ist hier so lustig?“, frage ich etwas ärgerlich, weil mir die Situation ziemlich peinlich ist. Eric’s Atem beschleunigt sich während er mich hoch trägt. Er setzt mich auf die Ofenbank in der Küche und schüttelt sich dann.
„Na, so schwer bin ich dann auch wieder nicht!“, rufe ich empört doch er lacht nur. „Das wollte ich damit auch nicht sagen. Gott bewahre, dass ich so etwas jemals zu einer Frau sagen sollte. Schließlich weiß jeder halbwegs intelligente Mann, dass so eine Aussage jegliche weitere Familienplanung gehörig in Frage stellt.“, meint er schmunzelnd und lässt sich von seiner Frau küssen. Ich sehe weg und lasse den Beiden ihre Privatsphäre.
Plötzlich ertönt ein männliches Lachen und ich sehe irritiert zu meiner Schwester und ihrem Mann. „Mary, seit wann so schüchtern? Du kannst uns ruhig zusehen.“, meint Eric und grinst mich an. Dakota ist im Kochbereich verschwunden um den Kindern ihre Nutellabrote zu machen. „Wieso sollte ich?“, entgegne ich meinem Schwager und er grinst immer noch feixend. „Naja, damit du nicht aus der Übung kommst.“, meint er nun und geht ein paar Schritte zurück. Ich werfe empört ein Kissen nach ihm, doch verfehle ihn leider. Eric versucht sich aus der Misere zu retten und spricht schnell weiter „Naja, ich habe noch nie einen Mann hier bei dir antanzen sehen.“
Da hört man meine Schwester aus der Küche kichern und schon ist ihr Kopf im Türrahmen sichtbar. „Wenn du dich mal nicht täuschst Schatz!“, ruft sie und verschwindet wieder.
„Was soll das heißen?“, fragt Eric nun neugierig und nimmt die Teller mit den Nutellabroten entgegen. Schnell bringt er sie ins Wohnzimmer und schließt dann die Schiebetüre zur Küche.
„Also? Was meint Dakota damit?“, hakt er weiter nach und setzt sich zu mir an den Tisch.

Ich lächle schüchtern und schiebe die Kerze, welche in der Mitte des Tisches steht, durch herumziehen des Tischtuches etwas herum. „Chris war heute hier.“, erkläre ich und ernte jedoch nur einen verständnislosen Blick. „Wir waren mal beste Freunde.“, spreche ich weiter und da huscht ein Leuchten über Eric’s Gesicht. Er ahnt dass die Geschichte damit noch lange nicht erzählt ist und wird neugierig.
Doch da kommt Dakota mit Keksen und drei Gläsern Milch in die Küche und setzt sich zu uns. Als würde sie wissen worauf diese Unterhaltung hinausläuft stellt sie die Dinge auf den Tisch und sieht mich ernst an. „Er sieht ihm verdammt ähnlich, ich hoffe du bist dir dessen bewusst? Es wird nicht lange dauern bis es jemand herausfindet..“

Die Unterhaltung in der Küche wird noch lange und in der Zwischenzeit sind die Kinder auf der Couch eingeschlafen. Eric beschließt meine beiden Kinder ins Gästezimmer zu legen und Jake in sein Zimmer zu bringen. Anschließend setzt er sich wieder zu uns an den Tisch und ich erzähle den Beiden die ganze Geschichte. Sam’s, Chris’ und meine. Wie es begonnen hat, und wie es möglicherweise ausgehen wird…
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BeitragThema: Re: Daydreams   So Feb 08, 2009 10:54 am

Hey :-)

auf jeden Fall werde ich deine Geschichte weiterlesen! cheers

Der Teil war soooo schön :-) Ich find es total niedlich, wie Chris mit den Kindern spielt Very Happy Ich bin gespannt, wie er erfährt, dass er Vater ist und wie er reagiert...Er war ja eh so überrascht(vielleicht sogar erschrocken), dass Mary Kinder hat.

Ich freu mich tierisch auf die Fortsetzung!

Ganz viele liebe Grüße,
Nina
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BeitragThema: Re: Daydreams   So März 01, 2009 7:10 pm

Hey Nina! Danke für dein liebes FB! Es tut mir wahnsinnig Leid dass ich nicht früher weiterschreiben konnte, aber ich musste ziemlich viel arbeiten und hab zwischendurch auch den Faden und den Zugang zur Geschichte verloren! Hoffe du bist nicht enttäuscht von mir und wirst trotzdem weiterlesen? Ich wed mich auch bemühen die Abstände zwischen dem Erscheinen der einzelnen Kapitel wieder kürzer zu halten!
Und danke dass du bis jetzt gelesen hast Smile


Kapitel 26
Ich sehe wie langsam eine Schneeflocke nach der anderen vom Himmel fällt und sich zu der mittlerweile leichten Schneeschicht auf dem Rasen gesellt. Es ist so schön. Und doch habe ich das ständige Verlangen hinaus zu laufen und übermütig, wie meine Kinder, durch die weiße Pracht zu toben. Nur geht das leider nicht. Denn ich kann immer noch nicht Laufen. Ja, ich mache Fortschritte, doch alleine zu gehen ist mir immer noch nicht möglich. Aber ich besitze jetzt neben dem Rollstuhl auch einen kleinen „Rennwagen“ wie ihn Maja nennt. Eigentlich ist er für Senioren gedacht, die sich alleine nicht mehr richtig aufrecht halten können und er hilft ihnen somit beim Gehen. Tja, da nun auch ich im Besitz eines solchen Wagens bin, kann ich öfters alleine trainieren, durch die Wohnung laufen oder sogar spazieren gehen. Doch es ist immer wieder extrem peinlich wenn mich die Leidenschaft an der Bewegung packt und ich einfach drauf los gehe, aber erst später, dann wenn meine Kraft ausgegangen ist stoppe und nicht mehr die Kraft habe alleine zurück zu gehen. Das ist mir jetzt schon drei Mal passiert und jedes Mal wieder musste mich Eric mit dem Auto abholen. Wie demütigend. Was er wohl von mir gedacht hat? Ich bin ihm sicher eine Last. Wie ein Klotz am Bein. Zumindest fühle ich mich so. Auch wenn er oft genug beteuert dass es nicht so ist und er sehr froh ist mich um sich zu haben da auch Dakota durch meine Anwesenheit ruhiger geworden ist und nicht ständig Angst um mich hat.
Davon wusste ich gar nichts. Nie hat sie irgendetwas in der Art erwähnt, dass sie sich Sorgen machen würde oder ähnliches. Doch welcher liebende Mensch erwähnt gerne dass er sich Sorgen um jemanden macht?
Nun, wie dem auch sei, egal wie viele Fortschritte ich mit Eve schon gemacht habe, wie viel ich ihr verdanke, ich habe einen Entschluss gefasst. So gern ich sie auch habe, ich kann mich nicht dazu durchringen sie als meine Therapeutin zu behalten. Die Tatsache dass Chris jederzeit unangemeldet zur Tür hereinkommen kann hält mich gefangen. Jedes Mal wenn ich in ihrer Praxis trainiere, schiele ich zur Tür und versuche sie immer im Blick zu haben. Natürlich kann Eve das nicht entgangen sein, doch sie spricht mich nicht darauf an. Wieso sie das nicht tut weiß ich nicht, doch ich bin ihr dankbar dafür. Ich könnte es ihr keinesfalls erklären.
Mein Blick fängt erneut ein paar Schneeflocken ein die sich in wellenförmigen Linien vom Himmel fallen lassen. Alles ist schön weiß und glitzert sogar ein bisschen. Es wird nicht mehr lange dauern und der Winter ist endgültig hereingebrochen. Es scheint als würde alles darauf warten endlich in den lang ersehnten Winterschlaf gehen zu können. Als würden sich alle Pflanzen, alle Flora und Fauna darauf freuen eingefroren zu werden um zu schlafen und im Frühling wieder aufzutauen um zu neuem Leben zu erwachen.

Endlich wende ich meinen Blick ab und drehe den Rollstuhl um. (Ich könnte spazieren gehen?), überlege ich, werde jedoch von meinem vibrierenden Handy unterbrochen. Schnell rolle ich zum Küchentisch hinüber auf dem es eben so rumort hat.
„Was machst du heute? Chris“, lese ich die wenigen Worte und muss unweigerlich lächeln. „Weiß nicht. Irgendwelche Vorschläge?“, schreibe ich zurück und mein Lächeln wird zu einem Grinsen. Seit Chris hier war und mit den Kindern im Garten gespielt hat, hält er den Kontakt weiterhin aufrecht. Als wolle er das alles wird wie es früher war. Doch das kann es nicht. Egal wie sehr er es versucht, für mich wird es nie wieder so wie früher sein. Ja okay, er und ich können wieder beste Freunde werden.
Aber es wird nie die Tatsache ändern können, dass er der Vater meines Sohnes ist.

Schweigend lege ich das Handy auf meinem Schob ab und fahre zurück zum Fenster. Wieder fallen ein paar Schneeflocken vom Himmel, doch jetzt nur noch vereinzelt.
(Was soll ich bloß tun? Wie soll ich ihm sagen dass Sam sein Sohn ist? Der Grund weshalb ich nie nachgekommen bin? Ich meine, die beiden verstehen sich prächtig. Dafür das sie nicht wissen dass sie Vater und Sohn sind. Aber sollte ich nicht vielleicht noch ein bisschen warten? Bis… Ja, bis wann denn? Jeden Tag verschiebe ich es wieder. Soll Sam in der Zwischenzeit erwachsen werden und selbst Kinder haben? Damit er dann versteht warum ich so gehandelt habe? Beide werden so oder so sauer auf mich sein wenn sie es erfahren…)
In diesem Gedankenansturm beginnt mein Handy wieder zu vibrieren. Ich nehme es in die Hand, drücke die richtige Taste und beginne zu lesen. „Hast du den ganzen Schnee schon gesehen? Wie wäre es mit Schlittenfahren mit den Kindern? Würde ihnen bestimmt gefallen! Chris“
Meine Antwort folgt sogleich. „Die Kinder sind im Kindergarten. Die letzten Wochen für die Beiden. Trotzdem Lust etwas zu unternehmen?“
Wieder sehe ich aus dem Fenster während ich auf seine Nachricht warte. Er war im SMS schreiben schon immer schneller als ich. Und so wird meine Hand von einer erneuten Vibration geschüttelt. „Klar! Schlitten fahren? Oder lieber Vorweihnachtliches Geschenke suchen?“
Ich muss grinsen. Chris ist wirklich der einzige Mann den ich kenne, der freiwillig und dann auch noch von sich aus gerne Shoppen geht. „Shoppen klingt gut.“
Wenige Sekunden später vibriert mein Handy erneut und hält eine Aufgabe für mich bereit. „Gut, ich hole dich in einer Viertelstunde ab!“
Also habe ich noch exakt 15 Minuten um mich fertig zu machen. Ich drehe den Stuhl um und fahre in mein Zimmer. Dort stelle ich den Rollstuhl genau vor dem Schrank ab und drücke per Hand die Reifenbremse hinunter. Nicht das mir der Stuhl nachher abhaut. Ich stehe langsam auf und öffne die Schranktür. Eine Jeans und ein Shirt liegen wenige Minuten später auf dem Bett und ich gehe vorsichtig hin. Doch leider habe ich die Rechnung ohne den Teppich, der vor meinem Bett liegt, gemacht. Er verwuselt sich und ich bleibe mit meinem lädierten, rechten Fuß hängen. Gleich darauf spüre ich einen stechenden Schmerz in der Hüfte und kann mich gerade noch abfangen bevor ich auf die Bettkante knalle. „Scheiße!“, entfährt es mir und ich lasse mich langsam das restliche Stück zu Boden gleiten welches ich noch nicht gefallen bin. Aber nun fühle ich noch etwas anderes, etwas dass ich schon eine ganze Weile nicht mehr gespürt habe. Ein Stechen etwas außerhalb der Hüfte. „Bitte lass das nichts ernstes sein...“, flüstere ich und beiße die Zähne fest zusammen um ja nicht aufzuschreien.
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BeitragThema: Re: Daydreams   So März 01, 2009 7:30 pm

Hey :-)

Natürlich lese ich weiter! Mir macht es nichts aus zu warten! Bitte stress dich nicht! Mach dir keine Sorgen!

Zu dem neuen Kapitel:

Ich finds super :-) Ich bin gespannt wie das "Date" von Marie und Chris ausgeht Very Happy

Ein bisschen Sorgen macht mir der Schluss.

Zitat :
Aber nun fühle ich noch etwas anderes, etwas dass ich schon eine ganze Weile nicht mehr gespürt habe. Ein Stechen etwas außerhalb der Hüfte. „Bitte lass das nichts ernstes sein...“, flüstere ich und beiße die Zähne fest zusammen um ja nicht aufzuschreien.

Das hört sich nicht gut an!

Freue mich schon auf die Fortsetzung!

Liebe Grüße,
Nina

PS: Du brauchst dich nicht dafür zu bedanken, dass ich deine Geschichte lese! Ich bin total begeistert von ihr und du kannst dir sicher sein, dass ich weiter lesen werde! Knuddeln Herz
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BeitragThema: Re: Daydreams   So März 08, 2009 9:19 pm

Hey Nina! Freut mich wie immer dass du weiterlesen wirst Smile
Tja, das Date... naja bin mal gespannt was du dazu sagst Smile Dieses Kapi zeigt auf jeden Fall mehr! Deine Worte sind wie immer so lieb und animieren mich zu so viel, der Tatendrang der mich erfasst wenn ich dein FB lese ist überwältigend!
Vielen lieben Dank! Knuddeln

So, und hier kommt der neue Teil! Wieder mal ein bisschen länger Smile


Kapitel 27
„Diese Sache hat uns ein ganz schönes Stück zurückgeworfen.“, teilt mir der Arzt mit.
Ich nicke nur. (Kann ich mir denken..), schwirrt mir durch den Kopf. „Sie haben Glück dass Sie nicht direkt gegen das Bett gefallen sind. Denn dann hätten wir schwerwiegendere Probleme.“, schließt er seine Erzählung und sieht mich an. (Ich weiß. Ich hätte besser aufpassen solle. Aber was mich wirklich interessiert ist wie lange ich daran hängen werde. Wie lange dauert es bis ich endlich wieder laufen kann?)
Nachdem die Gedankenflut etwas abgeflaut ist dringt sein letzter Satz endlich zu mir durch. „Probleme?“, frage ich nun. (Was soll das heißen? Wieso Probleme? Ist etwa etwas hinzugekommen?), frage ich mich und Besorgnis erwacht in mir.
„Naja, nicht direkt!“, versucht der Arzt sofort mich zu beruhigen. „Es bedeutet lediglich dass sie eine kleine Pause einlegen müssen, was die Therapie und die vielen Fortschritte angeht die sie in letzter Zeit gemacht haben. Das heißt zwar nicht das wir noch mal ganz von vorne beginnen, aber wir werden einige Schritte nochmals machen müssen. Aber ich habe dann noch eine Frage an Sie. Hatten Sie irgendwann mal Schmerzen im Bereich über der Hüfte?“
Mein besorgtes Gesicht spiegelt Erschrockenheit und ich sehe kurz weg. (Schmerzen im Bereich über der Hüfte? Naja, beim Kellnern habe ich ein paar mal etwas gespürt. Aber ob er das meint?)
Schließlich nicke ich und beginne zu erzählen. Er ist Arzt und wird schon wissen was es bedeutet. „Tja, vor einiger Zeit, als ich noch gearbeitet habe, spürte ich hin und wieder so ein Stechen. Aber ich habe mir nicht groß etwas dabei gedacht.“, sage ich und warte gespannt auf eine Antwort. „Das was sie da gespürt haben waren erste Anzeichen. Und nun ist es aber leider passiert. Sie haben einen Riss in der Milz. Das bedeutet die nächsten zwei Wochen müssen Sie erstmal hier bleiben. Und ich nenne Ihnen gerade die Mindestzeit Ihres Aufenthaltes hier.“, gibt er mir Bescheid. (Zwei Wochen? Ist er wahnsinnig? Ich habe schon genug Zeit verloren!), denke ich entrüstet. Der Arzt deutet meinen Blick und grinst. „Sie werden es schon überleben.“, meint er feixend und nickt mir zum Abschied zu. Ich knirsche mit den Zähnen vor Wut und überhöre so wie er das Zimmer verlässt. (Ich bin so ein Idiot! Wie kann ich nur immer wieder so tollpatschig sein? Reicht nicht schon dass ich einen Unfall hatte und seitdem im Rollstuhl sitze?)
Meine Gedanken jagen meine Gefühle, in mir tobt ein Kampf. Und es sieht so aus als würde die Wut gewinnen. Wenn ich aufstehen könnte würde ich jetzt wütend im Zimmer auf- und ablaufen, mit den Füßen aufstampfen wie ein kleines Kind das seinem Unwillen Luft macht. Doch das alles geht ja nicht. Schließlich sind meine Füße zwar nicht tot, aber taub. Und sie reagieren nur widerwillig auf Befehle.
Gerade als sich Wut, Unwillen und Hoffnungslosigkeit erneut in den Ring begeben wollen um sich miteinander zu messen klopft es an der Tür. „Hm?“, rufe ich laut und Chris steckt den Kopf herein. „Darf ich reinkommen?“, fragt er und ein unsicheres Lächeln umspielt seine Lippen. „Klar!“

Kaum ist er durch die Tür herein und steht an dem Bett, in welchem ich liege, ist sämtliche Wut verraucht. „Na du machst Sachen!“, meint er und nun wirkt das Lächeln echt. „Also wohl doch nichts mit Shoppen.“, fügt er hinzu und zieht eine Schnute. „Und ich hatte mich schon so gefreut. Aber nein, ich muss dich am Boden liegend vorfinden und mit ansehen wie du dich vor Schmerzen krümmst.“, erzählt er und wird bei den letzten Worten immer leiser. „Tut mir Leid.“, erwidere ich ebenso leise. Chris legt seine Hand auf meine, welche im Bett liegt. „Hey, mal keine Eisenstangen am Bettrand.“, entkommen mir diese total unpassenden Worte und ich grinse.
Chris schüttelt lächelnd den Kopf und sein Blick wird zärtlich. Oder kommt es mir nur so vor? Er beugt sich zu mir herunter, legt die Hand, welche vorher auf meiner lag, an meine Wange und streicht langsam mit dem Daumen darüber. „Mach so etwas nie wieder, ja?“, bittet er mich flüsternd und ich schmiege meinen Kopf in seine Hand. Es fühlt sich so gut an. Seine Handfläche ist angenehm warm und der Daumen streicht immer noch über meine Wange. Sein Kopf kommt noch näher und ich spüre seinen Atem auf meinen Augen. Ich selbst habe längst vergessen wie man atmet. Und dann schließe ich die Augen. Erwartungsvoll lausche ich was er macht. Ich rufe die Erinnerung an das Gefühl seiner Lippen auf meinen wieder hervor um sie aufzufrischen. Sanft aber fordernd hat er mich in jener Nacht geküsst. In jener Nacht, in welcher er mir das wunderbarste Geschenk hinterließ, das er mir je hätte machen können.
Den kleinen Wehrmutstropfen, die Tatsache, dass er nichts von seinem Sohn weiß, lasse ich mal eben unbeachtet.
Meine Gedanken werden unterbrochen. Durchbrochen von seinen Lippen. Auf meiner Haut. Auf meiner Stirn. Auf meiner Stirn? Was machen seine Lippen auf meiner Stirn?
Ich öffne die Augen und sehe gerade noch wie sein Kopf sich wieder entfernt. Und er sich umdreht. „Hey mein Schatz!“, höre ich eine weibliche Stimme. Dann erfassen meine Augen zwei Frauenarme, welche sich um Chris’ Hals legen, ihn an sich ziehen.
Weiter kann ich einfach nicht zusehen, wende meinen Blick ab. Der Druck in meiner Brust wird groß. (Wie soll ich das bloß aushalten?), frage ich mich und verdränge sofort jegliche Vorstellung von dem was da neben mir möglicherweise gerade passieren könnte.
(Denk an was schönes!), rufe ich mich zur Ordnung. Zumindest versuche ich es. Meine Gedanken wandern zu meinen Kindern. Maja.. Sam. Doch gerade die Überlegungen zu meinem Sohn machen die ganze Sache nicht einfacher. Der Druck wird größer und mein Herz pumpt das Blut viel schneller als vorher. Das ist nicht gut. Sogar gar nicht gut. Panik steigt in mir auf und ich klammere mich an das weiße Laken.
Nun strömt eine ganz neue Gedankenflut in meinen Kopf und macht die ganze Angelegenheit noch schlimmer. (Er gehört ihr. Chris gehört zu Eve.) Diese Worte brennen sich in mein Gehirn ein.
Das Atmen wird schwerer und ein Stechen breitet sich in Windeseile in meinem Brustkorb aus. „Chris!“, flüstere ich panisch, denn auch meine Stimme gehorcht mir nicht mehr. Doch er reagiert nicht. Zu sehr ist er damit beschäftigt Eve’s Körper mit seinen Händen zu erkunden. Nun starre ich die Wand mir gegenüber an um das Szenario vor mir nicht direkt mit ansehen zu müssen. „Chris!“, flüstere ich erneut, doch dieses Mal schwächer. Er reagiert wieder nicht. Panisch und mit vor Schreck aufgerissenen Augen fühle ich das Herz in meiner Brust hyperventilieren.
Nun schlägt die Maschine neben mir an, piepst mit einem unerträglich lauten und schrillen Ton. Chris dreht sich nun endlich zu mir um und sieht mich an. Eve’s Hände immer noch um den Hals. „Mary? Was ist los?“, fragt er mich besorgt und schiebt seine Freundin etwas von sich. Meine Finger krampfen sich noch mehr zusammen und ich hebe den Kopf. Seine Augen sind auf mich gerichtet. Ein schneller Seitenblick auf den Drücker um eine Schwester zu rufen ist meine Antwort. Chris versteht und holt eine. Ich meine sie noch von meiner Zeit kurz nach dem Unfall zu kennen. Sie hat blonde lange Haare und ein ziemlich unechtes Lächeln. Mit schnellem Blick kontrolliert sie die Werte, welche auf dem Bildschirm angezeigt werden. Dann bittet sie Chris und Eve das Zimmer zu verlassen und klopft leicht auf eine Spritze. „Das wird kurz etwas pieksen, aber danach geht’s Ihnen gleich besser.“, meint sie und da spüre ich den Stich in meine Haut.
Das letzte was ich höre bevor ich meine Augen schließe und wegdrifte, ist das fast wieder gleichmäßige Piepsen des Monitors neben mir.
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BeitragThema: Re: Daydreams   So März 08, 2009 9:39 pm

Huhu!!!

hihi...mal schauen ob ich dich dieses Mal auch wieder animiere Laughing

Zitat :
Meine Gedanken jagen meine Gefühle, in mir tobt ein Kampf. Und es sieht so aus als würde die Wut gewinnen. Wenn ich aufstehen könnte würde ich jetzt wütend im Zimmer auf- und ablaufen, mit den Füßen aufstampfen wie ein kleines Kind das seinem Unwillen Luft macht

Genauso geht es mir auch gerade! Ein Riss in der Milz?! Mensch, Mary hat aber auch Pech!

*seufz* Warum muss dieser Kerl nur mit jemand anderm zusammen sein?! *seufz* Tierisch romantisch! Super geschrieben! *hach ja* Ich bin ja dafür, dass die beiden wieder zusammen kommen!! *hehe*
Ach ja, wo wir gerade beim Thema Männer sind: Was ist eigentlich mit Heath...der hat sich ja gar nicht mehr gemeldet... Suspect
Zitat :

Auf meiner Stirn? Was machen seine Lippen auf meiner Stirn?

Genial! lol! Laughing ich musste laut loslachen! Very Happy - Aber ehrlich...die Lippen gehören woanders hin! Razz

Eve ist ein absoluter Momentkiller! affraid Frechheit! ;-)

Hilfe! Was machst du nur?! Ich hatte gerade echt Angst, dass Mary nen Herzanfall oder soetwas bekommt! Die arme!

Na ja, leider ist aus dem Date nichts geworden! Und Eve wird bei mir gerade zu einer Art Hassperson - Momentkiller-Eve Very Happy - obwohl sie ja eigentlich nichts dafür kann!

Mach weiter so! Ich find die FF toll. Ich hoffe ja immer noch, dass Mary irgendwann wieder vollkommen gesund wird und dass sie wieder glücklich wird! Sie hat es verdient!

Ganz viele liebe Grüße,
Nina
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Daydreams
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